/, Tourenbericht 2019/Bergsommer im Brandnertal

Bergsommer im Brandnertal

Das Brandnertal im Vorarlberg ist eines der schönsten Hochtäler der Alpen, das sich von der Bürser Schlucht zum Lünersee und bis auf den Gipfel der Schesaplana auf fast 3.000 m zieht. Am Talende des Brandnertales auf einer Höhe von etwa 1.000 m liegt das romantische Bergdorf Brand, wo wir im Alpenhotel Zimba unser Quartier beziehen, nachdem wir bei der Anreise am Mittwochvormittag mit einem heftigen Gewitter und Starkregen empfangen werden.

Gegen Mittag hört es auf zu regnen und wir fahren mit der Dorfbahn zur Bergstation auf 1.400 m. Weiter geht’s zur bewirtschafteten Inneren Parfienzalpe, wo wir unsere Mittagsrast nachholen. Über den Niggenkopf (1.589 m) geht’s hinauf zur Palüdhütte (1.720 m) und wieder hinunter zum Berghof Melkboden (1.600 m). Auf dem befestigten Fahrweg laufen wir zum Parkplatz Innertal und durch das Dorf Brand zurück zu unserem Hotel, das wir nach 3 1/2 Stunden Gehzeit erreichen. Auf der Sonnenterrasse des Hotels und abends bei einem 4-Gänge Menü lassen wir den Tag ausklingen.

Am nächsten Morgen fahren wir nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet zur Lünerseebahn. Von der Bergstation der Lünerseebahn (1.979 m) marschieren wir bei fast wolkenlosem Himmel rechtsseitig um den Lünersee zur Lünerseealpe. Nach einer kurzen Trinkpause meistern wir die 250 Höhenmeter zum Gafalljoch (2.239 m). Hier oben bietet sich eine tolle Fernsicht in die Graubündener Bergwelt. Auf dem Rätikon Höhenweg Süd, auf Schweizer Hochheitsgebiet, wandern wir zum Einstieg des Gamslückensteig. Dieser Steig ist anspruchsvoll und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit – ist jedoch hervorragend gesichert. Nach einem kurzen aber steilen Aufstieg erreichen wir die Gamslücke (2.380 m). Hier haben wir einen tollen Blick auf den Lünersee. Der Weg führt von hier weiter zur Totalphütte (2.390 m). Die Hütte wurde im Winter durch eine Staublawine stark beschädigt, so dass sie momentan nur eine „Notbewirtung“ anbieten kann. Nach einer kurzen Rast steigen wir zum Lünersee ab und erreichen nach 5 Stunden Wanderzeit wieder die Bergstation der Lünerseebahn. Am Abend führt vom Hotel eine kurze Wanderung (ca. 20 Minuten) zum idyllisch gelegenen „Maisäß“, der gemütlichen hoteleigenen Blockhütte. Hier haben wir einen tollen Grillabend mit Seniorchef Walter. Dazu spielt Musik, es gibt frisch gezapftes Bier und bei vielen Witzen genießen wir heute den schönen Tagesabschluss.

Bei wiederum fast wolkenlosem Himmel starten wir heute unsere Wanderung von der Bergstation der Panoramabahn. Unser Ziel ist heute die Mondspitze (1.967 m). Über den Panoramaweg geht’s Richtung Parfienzsattel. Von hier wandern wir ca. 1 ¾ Stunden auf dem Parfienzweg zur Abzweigung Schillersattel. Nun beginnt der Anstieg von 250 Höhenmetern auf den Sattel. Über den Mondspitzweg und weiteren 200 Höhenmetern erreichen wir das Gipfelkreuz der Mondspitze. Bei unserer Gipfelrast haben wir einen tollen Blick in den Wallgau, das Große Walsertal und das Montafon. Über die Nordflanke steigen wir zur Furkla-Alpe ab und erreichen nach weiteren 40 Minuten Abstieg die Tschengla, das Hochplateau über Bürserberg. Im Gasthaus Dunza lassen wir unsere Wanderung ausklingen und fahren mit dem Bus zurück ins Hotel. Die Wanderzeit beträgt heute ca. 4 ½ Stunden bei 600 m Aufstieg und 750 m Abstieg. Gegen 17 Uhr machen wir uns dann auf die Heimreise mit einem Zwischenstopp im Autohof Aichstetten.

Verfasser: Friedrich Glaßbrenner

2019-07-18T07:15:52+02:00Fotos, Tourenbericht 2019|