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Wanderreise „An der Stiefelspitze Italiens – Kalabrien“

Buongiorno Calabria – wir freuen uns auf eine schöne Woche an der Stiefelspitze Italiens.

 

Samstag, 18.05.2017: Anreisetag

Text: Brigitte Köder

Mitten in der Nacht starten wir mit dem Bus zum Flughafen in München. Erstmals checken wir an diversen Automaten ein und fliegen mit der Lufthansa nach Lamezia Terme. Dort holt uns Anita ab, Reiseleiterin und Wanderführerin von Wikinger. Mit einem schon betagten Bus bringt uns Giuseppe in unser Hotel „Villaggio Stromboli“. Es liegt genau in der Mitte zwischen Tropea und dem Capo Vaticano. Die kleinen Häuschen kleben am Hang, darunter befindet sich eine wunderschöne Bucht und gegenüber grüßt der Stromboli.


Sonntag, 19.05.2017: Panoramawanderung auf dem Monte Sant‘ Elia

Brigitte Köder

Nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns um 9:00 Uhr auf den Weg zu unserer 1. Tour. Über Spilinga, Vibo Vaticano und Rosarno erreichen wir Palmi in der Provinz Reggio di Calabria. Am Ortsrand wandern wir über eine Betonpiste steil bergab bevor wir den schmalen Küstenpfad erreichen, der uns durch mannshohe Farne und eine üppige Vegetation führt: bunte Blumen, duftende Kräuter und Zistrosen. Nicht umsonst zählt der Weg zu den schönsten Wanderungen Kalabriens. Wir genießen die Ausblicke auf Scilla, Bagnara, Sizilien mit dem Ätna und die 3,2 km breite Straße von Messina. Steil unter uns liegt das azurblaue Tyrrhenische Meer. Wir beobachten ein Boot beim Schwertfischfang. Auf unserem Weg zum Gipfel passieren wir einen kleinen Wald. Nebelschwaden verbreiten eine verzauberte Stimmung. Nach 3 Stunden erreichen wir das Gipfelplateau des Monte Sant‘ Elia mit der Pizzeria „Baron“. Dort ist für uns eine Tafel gedeckt. Es gibt Antipasti und reichlich Vino rosso und Vino bianco. Wir probieren auch die typische Wurst Nduja mit Schweinefleisch, Peperonata und Schmalz, die von einem Franzosen erfunden wurde.

Bevor wir ins Hotel zurückfahren besuchen wir noch 2 Aussichtspunkte. Auf halber Strecke hat Anita in der Bar „Kristal“ in Rosarno eine Pause eingeplant. Es gibt köstliches Gelati und Kleingebäck. Als Souvenier werden originell verpackte Liköre und Schnäpse angeboten.

Nach dem Wandertag freuen wir uns auf eine Erfrischung im Pool oder im Meer oder einem Bier an der Bar.


Montag, 20.05.2019: Auf den Hausberg Monte Poro, 710 m

Text: Hans-Martin Krenkel

Wir starten um 09:00 Uhr mit dem Bus in südlicher Richtung nach Joppolo, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung.

Nachdem die direkte Verbindung entlang der Küste wegen eines Felssturzes schon seit geraumer Zeit nicht mehr befahrbar ist, chauffiert uns Giuseppe in einem weiten östlichen Bogen durch das Hinterland, wo wir die charakteristische Landschaft Kalabriens mit teils beeindruckenden Fernblicken bei bestem Wetter und mit erläuternden Kommentaren unserer Wanderführerin Anita genießen können. Kurz vor Joppolo wird unser Vorwärtskommen dann durch eine große Schafherde gebremst, die ebenfalls in gleicher Richtung auf unserer Straße unterwegs ist. Erst nach einiger Zeit bietet sich eine Ausweichmöglichkeit, die uns ein Vorbeikommen ermöglicht.

In Joppolo (ca. 170 m ü. d. Meer) geht es zunächst durch einige Gassen bergauf, wo sich unserer Wanderführerin Anita, die dort auch wohnhaft ist, erstmal um ihre Mülleimer kümmern muss. An diesem Tag werden nämlich in Joppolo erstmals!!! an einem zentralen Ort 4 verschiedenfarbige kleine Mülleimer für die Mülltrennung ausgegeben, die jeder Haushalt abholen muss. Wir genießen solange den traumhaften Ausblick auf die Küstenlinie Kalabriens bis zur Straße von Messina und nach Sizilien, der uns den ganzen Tag erhalten bleiben sollte.

Nachdem dies geregelt ist, startet dann unsere Wanderung auf einem herrlich schönen und bunten Pfad an einem Südhang stets bergauf in Richtung des Monte Poro, unserem heutigen Höhepunkt. Die wundervollen Ausblicke aus immer neuen Perspektiven werden begleitet durch eine faszinierende Pflanzenwelt, darunter auch so manche Heilpflanze. Saftiges grün, garniert durch eine vielfarbige Blütenbracht ist ein Paradies für die Insekten. Auch die immer wieder vorbeihuschenden zahlreichen Eidechsen fühlen sich sichtlich wohl.

Nach knapp 1 ½ Stunden schweißtreibenden Aufstiegs erreichen wir dann das am Monte Poro gelegene Bergdörfchen Caroniti (ca. 550 m ü. d. Meer). Zentral an einer Aussichtplattform gelegen, befindet sich dort die sehenswerte, nach einem Schutzheiligen benannte Kirche St. Genaro, welche extra für uns zur Besichtigung geöffnet wird.

Weiter bergauf geht es dann durch die Gassen von Caroniti zu dem wie aus einer anderen Zeit stammenden „Alimentari & Diversi“, einem anheimelndem Tante Emma Laden. Dieser wird nur bei Bedarf (klingeln) von seiner Eigentümerin Jata, einer älteren Dame geöffnet. Sie verkauft alles was man zum Leben braucht. Für uns eine willkommene Gelegenheit, die durch den Aufstieg entstandenen Flüssigkeitsverluste auszugleichen.

Weiter führt unser Weg vorbei am Friedhof, der wie in Kalabrien üblich aus kleinen Häuschen besteht. Dort werden die Särge eingebracht und mit Steinplatten, die die Namen der Verstorbenen tragen verschlossen.

Nun ist es nicht mehr weit zu unserer Mittagseinkehr „La Pineta Santuario“, einem Agriturismo wo uns herrliche Platten mit kalabrischen Speisen und Wein erwarten. Ein Genuss für Gaumen und Magen.

Gut gestärkt geht es weiter in entspanntem bergab und bergauf teils durch Pinienwälder zum westlichen Ausläufer des grünen Monte Poro. Dort bietet sich uns ein faszinierender Ausblick von Süden bis nach Sizilien über Westen zum lavaspeienden Vulkan Stromboli bis nach Norden zum Capo Vaticano entlang der kalabrischen Küste.

Nach diesem Höhepunkt geht es nur noch bergab zu dem Örtchen Coccorino, wo uns nach kleinem Rundgang Giuseppe mit dem Bus schon erwartet und uns nach diesem erlebnisreichen Tag sicher in unser Hotel zurückbringt.


Dienstag, 21.05.2019: Sarazenenturm und Malerisches Capo Vaticano

Text: Hedwig Schwanke

Der Bus bringt uns in kurzer Fahrt hinauf ins Weindorf Bratiro. Wie uns Anita erklärt, wachsen dort die Sorten Galliopo und Magliocco Cannino. Wir besuchen zuerst die Kirche, die den Heiligen Damiano und Cosima geweiht ist. In der Kirche befindet sich eine große Schmuckvitrine, in der viele schöne Opfergaben eingeschlossen sind.

Wir wandern dann in stetigem auf und ab durch eine herrlich blühende Naturlandschaft, vorbei an einer verwunschenen, aufgelassenen Mühle, hinauf ins Bergdörfchen Lampazone. Still und beschaulich ist es da, doch ein Jeep stört die Ruhe und ein deutscher Makler, bringt Immobilien-Interessierte in die Stille.

Auf unserem weiteren Weg kommen wir an einem üppig tragenden Zitronenbaum vorbei, so manche Frucht verschwindet in unseren Rucksäcken. Dschungelartig ging es weiter, hüfthoch die Vegetation, über einen tiefen Graben halfen wir uns gegenseitig hinüber. Querfeldein ging‘s weiter, durch gepflegte Olivenhaine, Felder, herrlich blau blühende Disteln.

Das Ziel war der Torre Marana, ein Sarazenenturm. Mächtig schaut er in die Landschaft, zu seinen Füssen rot blühender Mohn. In einer Höhle hatte eine Bauersfamilie unsere bestellte Brotzeit aufgebaut: Tomatensalat, guten Käse, Nduja, die Wurstspezialität der Region, Brot, Obst und natürlich Wein.

Anschließend brachte uns der Bus nach Capo Vaticano, wirklich einer der schönsten idyllischen Plätze der ganzen tyrrhenischen Küste. Anita erzählte Sagen und Geschichten und wir ließen den Blick schweifen bis zur Straße von Messina.

Ein schöner Tag der mit einem Sprung in den Hotelpool beendet wurde.


Mittwoch, 22.05.2019: Halbtagesausflug TROPEA

Text: Margarete Kurz

Nach dem Frühstück sind wir mit dem Bus zur Stadtbesichtigung nach Tropea gefahren. Die Kleinstadt war einst bedeutender Adels- und Bischofssitz und ist bekannt dafür, dass sie auf Felsen gebaut wurde. Sie liegt an der Ostküste der süditalienischen Region Kalabrien am Tyrrhenischen Meer. Ebenso bekannt ist die Region für den Anbau ihrer köstlichen roten Zwiebeln, die es beinahe an jeder Ecke zu kaufen gibt.

Vom Busbahnhof aus sind wir zu Fuß in die Altstadt gelaufen. Unser erster Halt war ein etwas ungewöhnlicher Ort, der Friedhof und die Gruft der einflussreichen Familie „Mottola“. Weiter ging es vorbei am Kloster St. Francesco d’Assisi zur Piazza del Canone über eine ehemalige Zugbrücke. Dort hat man einen tollen Blick auf die Kirche Santa Maria dell‘Isola. Der Fels, auf dem die Kirche steht, ist heute über eine Treppe zu erreichen. Da der Platz aufs Meer hinausgeht, konnten man „von oben fischen“. Dann gelangten wir durch enge Gassen zur Casa del Forno, einer typisch italienischen Pizzeria, weiter zum Palazzo Toraldo (Schloss) bis zur gut erhaltenen Stadtmauer Porta Nova, von wo aus man einen schönen Blick auf den malerischen Hafen hat. Unterwegs fielen uns die noch erhaltenen Backöfen mit den langen Kaminen auf, von denen es leider nicht mehr viele gibt. Auch einen Innenhof mit Fratze im Mauerwerk, der einer damals durch Handel reich gewordenen Familie aus Neapel gehörte, durften wir kurz besichtigen.

Unsere Route führte weiter zur Kathedrale, eine von den Normannen erbaute ehemalige Bischofskirche und zum Munizionen Platz. Vorbei ging es an dem ehemaligen Kloster St. Franceso di Paola, heute ein 5* Luxusresort „B&B“. Danach kamen wir zum Palast Bragho mit seinem für Süditalien charakteristischem Baustil. Auf dem Platz davor wird heute noch das Fest des Kreuzes gefeiert, welches an die gewonnene Schlacht gegen die Sarazenen erinnert. Über den ehemaligen Waschplatz ging’s vorbei am ehemaligen Gefängnis und einer kurzen Visite der Jesuiten Kirche Chiesa del Gesù bis zu Pim‘s Restaurant – das Geburtshaus des in Italien sehr beliebten Schauspielers Raf Vallone.

Danach hatten wir ca. 2 Stunden zur freien Verfügung, die auch ausgiebig – trotz der Hitze – genutzt wurden. Tropea ist eine Altstadt wie man sich das in Italien vorstellt mit viel Kultur aber auch „dolce vita“ pur…..


Donnerstag, 23.05.2019: Zur Höhlensiedlung von Zungri

Text: Wilma Feigl

Heute machen 7 Teilnehmer unserer Wandergruppe eine Schifffahrt zum Vulkan Stromboli.

Die restlichen18 Wanderer starteten um 09:00 Uhr mit dem Bus nach Mesiano. Von dort aus wanderten wir an gepressten Sandsteinfelsen vorbei, die mit Löchern übersät waren. Die Löcher entstanden durch eine Wabenerosion, die durch Sonne, Wasser und Salz hervorgerufen wird. Es ging immer steil bergauf und bergab, insgesamt 500 HM. Wir kamen an einem Tümpel vorbei, der für die Löschwasseraufnahme der Hubschrauber zur Brandbekämpfung angelegt wurde. Es war ein idyllischer Ort, mit Vogel- und Froschkonzert.

Weiter ging es steil bergauf, vorbei an einer mit Büschen und Sträuchern eingewachsenen Mühle. Durch unwegsames Gelände ging es weiter steil bergauf, bis wir nach 4 Std. die Höhlenwohnungen von Zungri erreichten. Über steile, in Fels gehauene Stufen erreichten wir das Grotten-Restaurant, in dem wir uns nach der anstrengenden Tour stärkten.

Danach besuchten wir noch das Bauernmuseum von Zungri.

Auf unserem weiteren Weg kamen wir am Kirchplatz “ Madonna della Neve“ vorbei. Wir besuchten noch den Delikatessen-Laden von Julia und Massimo bevor wir mit dem Bus unsere Rückreise ins Hotel antraten.


23. Mai 2019: Halbtagesausflug Stromboli

Text: Margarete Kurz

Nach dem Fast-Food-Mittagessen im Hotel fuhren wir mit einem Kleinbus zum Hafen nach Tropea und einem Ausflugsschiff nach Stromboli, den wir bis dato nur aus der Ferne rauchen und Feuer speien sahen. Stromboli gehört zur Gruppe der 7 Liparischen oder Äolischen Inseln, die Sizilien im Norden vorgelagert sind. Der Berg selbst ragt 926 m aus dem Meer. Der Stromboli hat 3 Krater, die etwas unterhalb des Gipfels liegen, ist einer der aktivsten Vulkane der Welt und steht unter ständiger Beobachtung. Alle 20 Minuten gibt es größere oder kleinere Eruptionen mit lautstarkem Auswurf von Gesteinsbrocken und Lavaspritzern. Das ausgeworfene Material fällt jedoch meist in den Krater zurück. Es werden auch Exkursionen angeboten bis zum Krater. Die Westseite des Vulkans ist nicht bewohnt, da sich normalerweise die Lava hier ins Meer ergießt.

Die Überfahrt dauerte gute zwei Stunden und es war sehr windig, so dass wir uns dick einpacken mussten. Am Hafen angekommen schob sich die Menge durch die engen Gassen, links und rechts Souvenirläden und Restaurants. Einzige Transportmittel hier sind elektrische Mofas, motorisierte Dreiräder und Esel.

Früher lebten die Inselbewohner ausschließlich von der Fischerei sowie dem Anbau von Weintrauben, Oliven, Kapern und Mandeln, was teilweise noch zu sehen ist – heute jedoch überwiegt der Tourismus. Was natürlich eine logistische Herausforderung ist, da alles per Schiff vom Festland herangeschafft werden muss.

Oben angekommen mussten wir erst mal zur Apotheke, da es Feuer-Quallen-Alarm gab. Eine unserer Mitreisenden wurde beim Baden so stark am Arm getroffen, dass sich Blasen bildeten, die erst einmal fachmännisch behandelt werden mussten. Danach gingen wir weiter hinauf zum Kirchplatz. Dort hat man eine herrliche Aussicht auf den schwarzen Sandstrand. Die Kirche war auch geöffnet, so dass wir einen Blick hineinwerfen konnten, weiter ging es zum Haus/Museum von Ingrid Bergmann und Roberto Rossellini, in dem der Film „Stromboli“ dauernd läuft.

Nach 3 ½ Std. Aufenthalt ging es wieder auf das Schiff und wir umrundeten die Insel samt dem vorgelagerten unbewohnten hohen Felsen, dem Strombolicchio, auf dem ein Leuchtturm steht. Zwischenzeitlich wurde es dunkel und da sah das ganze natürlich noch faszinierender und gespenstischer aus, ein unvergesslicher Anblick. Und mit diesen Bildern ging es bibbernd, aber glücklich und zufrieden zurück ins Hotel.


Freitag, 24.05.2019: Weg der Griechen

Text: Ruth Kristin Wendel

Heute brachen wir um 8:55 Uhr wiederum in den Süden Kalabriens auf. Über die bereits bekannten Orte Spilinga und Mileto (Gedenkstätte der Heilerin Natuzza) erreichten wir die von 3 Familien dominierte Stadt Rosarno. Dort bog unser Bus in östlicher Richtung auf die Schnellstraße ab, um sie nach dem 3,2 km langen Liminatunnel bei der Stadt Mammola inmitten der dicht bewaldeten Berge des Aspromonte-Gebirges zu verlassen. Diese spektakuläre Nationalstraße verbindet heute Kalabriens tyrrhenische Küste im Westen mit der ionischen Küste im Osten. Eine Etappe des historischen Weges im Nationalpark Aspromonte wollten18 Wanderer nun gehen, während 7 Teilnehmerinnen gleich mit dem Bus hinauf zum Ziel vorausfuhren.

So begaben wir Bergsteiger uns mit Anita bei der Tamoil-Tankstelle San Nicodemo auf den „Weg der Griechen“, ein vom Club Alpino Italiano (CAI) rot-weiß-rot und mit Nr. 212 gekennzeichneter Pfad. Dieser ist zunächst noch als Weg befahrbar und führt entlang der auf mächtigen Pylonen erstellten Schnellstraße SS 682 und dem Fluss Torbido. Eine Anwohnerin verteilte frische Pizzaschnitten. Bald darauf folgte eine glitschige Stelle, an der gleich zwei unserer Bergkameraden ausrutschten, die dann unverletzt beim Aufstieg ihre Kleider lufttrocknen ließen.

Unweit des „Torrente Salino“, der dem Kettenfarn „Woodwardia radicans“ die Feuchtigkeit spendet, begann beim Bauernhof unter Gebell vieler Hunde der angekündigte steile Aufstieg gegen. Opuntien und Baumheidesträucher säumten den schmalen Pfad in Gesellschaft mit schattenspenden Steineichen, Eichen, Manna und Esskastanien oberhalb überwachsener Trockenmauern. Zur ersten Erfrischung erreichten wir eine Lichtung mit Brunnen und konnten ca. 15 Min. später das Auge über den nordöstlichen Teil des Nationalparks Aspromonte und das Torbido-Tal bis zum Ionischen Meer schweifen lassen. Wir stiegen den steinigen, teilweise laubbedeckten Pfad weiter durch einen lichtdurchfluteten Zauberwald hinauf. Nach 600 Höhenmeter erreichten wir das offene idyllische Plateau von Limina (660 m) mit den weidenden Maultieren, dem dort erbauten „Santuario di San Nicodemo“ und unserem Ziel, dem Ristorante „tenuta SAN NICODEMO“.

In diesem gut geführten Restaurant wählten wir aus der reichhaltigen Speisekarte regionale Spezialitäten wie „Stocco alla Mammolese“ (Mammola ist Dorf des Stockfisches) aus und durften sogar in der blitzsauberen Küche dem Koch beim Anbraten von „Agnello“ (Lamm) zusehen.

Dem in Kalabrien bedeutenden „Santuario di San Nicodemo“, wo der Hl. Nicodemo da Cirò (+990) als Einsiedler lebte, hatten wir Wanderer noch einen Besuch abzustatten. Hier begegneten wir dem heute dort lebenden Mönch, der uns von der Geschichte, Tradition und Bedeutung des Heiligtums erzählte.

Ein Meer von Farnen säumte die Nebenstraße zur „Ionio-Tirreno“, auf der wir wieder auf tyrrhenischen Seite Rosarno erreichten und der Bus für ein letztes „Gelato“ an der „Pasticceria-Gelateria di Ariganello“ stoppte. Der geplante Fahrerwechsel hier am Sitz des Busbesitzers Nino fand nicht statt. So fuhr uns Giuseppe über die 1783 vom Erdbeben zerstörte alte Normannenstadt Mileto nach Santa Domenica di Ricadi zurück, wo wir nach 175 km durch Kalabriens Süden im Hotel „Villaggio Stromboli“ nach der Erkundung antiker und neuzeitlicher Wege sicher ankamen.


Samstag, 25.05.2017: Heimreise

Text: Brigitte Köder

Unser Bus fährt überpünktlich ab und wir haben glatt 2 Personen vergessen …. Also Rückkehr ins Hotel und erneuter Aufbruch in Richtung Flughafen. Bei einer Autobahnauffahrt gibt es einen fliegenden Busfahrerwechsel. Giuseppe hat es eilig. Er ist zur Hochzeit eingeladen und ein Kollege übernimmt das Steuer.

Eine erlebnisreiche Woche geht zu Ende, im Gepäck haben wir viele Erinnerungen. Danke Anita und Giuseppe für die schöne Woche in Bella Calabria.

25 Teilnehmer

2019-07-02T18:24:57+02:00Fotos, Tourenbericht 2019|