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Überschreitung der Blauberge: Sonne satt, Blutmond mit Guffert und baden in der Weißach

Meine erste Tour als frischgebackene DAV-Wanderleiterin habe ich ein bisschen aufgeregt angetreten. Wie bestellt, hatten wir sonniges Wetter, den seltenen Blutmond aber gab es „on Top“ dazu. Was für ein schöner Auftakt!

Kurz nach dem Wanderparkplatz erreichen wir die idyllisch gelegene Siebenhüttenalm. Nach einer kurzen Stärkung geht es über Almwiesen am Bach entlang in Richtung „Große Wolfsschlucht“. Wir besichtigen erst die Kleine Wolfsschlucht – einen Tobel mit Wasserfall, indem Winnetou bei dieser Hitze bestimmt gebadet hätte! Nach dem Einstieg in die Große Wolfsschlucht gewinnen wir auf dem ausgesetzten Steig schnell an Höhe. Bevor wir zur Blaubergalm gehen, entscheiden wir spontan, noch „gschwind ein Gipfelchen zu machen“ und gehen auf den Schildenstein, den westlichsten Punkt der Blauberge. Später auf der Blaubergalm warten wir, wie alle anderen Gäste auch, auf den Blutmond. Wie angekündigt taucht er – wenn auch schwach – am Himmel über dem Guffert auf. Am nächsten Tag gehen wir zeitig los, denn es soll wieder sehr heiß werden. Wir überschreiten die Blauberge und werden von grandiosem Bergpanorama begleitet. Beim Abstieg von der Halserspitze gilt es, sich noch einmal zu konzentrieren, bevor wir den langen Abstieg durch den Wald antreten. Wieder bei Siebenhütten angekommen genießen wir das Essen und lassen die Tour Revue passieren. Auf dem Weg zum Parkplatz bleiben wir auf der Brücke über der Weißach stehen und blicken sehnsüchtig ins kühle Nass. Ich weiß nicht, ob‘s Winnetou war, aber jemand sagte „oh – da würd ich jetzt gern reinspringen!“ Noch nie habe ich erlebt, dass eine ganze Gruppe Wanderer so schnell ins Wasser gesprungen ist und darin so lange geplanscht hat. Frisch gewaschen sind wir nach Hause gefahren.

> Conny Schmidt

2019-02-01T16:01:04+02:00Fotos, Tourenbericht 2018|