An einem sonnigen Freitagabend treffen sich die acht Skitourengeher Jenny, Ulrike, Steffen, Bernd, Jockel, Manu, Dieter und Kira im idyllischen Kelmen im grandiosen Alpengasthof Wetterspitze. Dieser beeindruckt vor allem durch das authentische Wirtspaar, die Lage und das unglaublich leckere Essen. Neben dem Essen kam am Freitagabend natürlich die Vorbereitung auf die kommende Tagestour nicht zu kurz. Dieter erklärte uns anhand der Karten wie wir unser erstes Ziel – die hintere Steinkarspitze – erreichen würden.

Nach ausgiebigem Frühstück ging es los – Schnee gab es genug, so konnten wir die Skier direkt hinter dem Alpengasthof anlegen. Zunächst durch den schattigen Wald einer Fahrstraße folgend, aber schon bald konnten wir den strahlenden Sonnenschein genießen und weiter aufsteigen bis zum Kelmer Jöchel. Von dort war die hintere Steinkarspitze schon zu sehen und so zogen wir nach einer kurzen Trinkpause weiter Richtung Gipfel. Die letzte Flanke kostete noch ein paar Körner doch die Anstrengung lohnte sich. Bei bestem Wetter konnten wir den Blick über Galtjoch, Zugspitze, Wetterspitze und viele weitere tolle Gipfel schweifen lassen. Gestärkt durch unser Vesper konnten wir die Abfahrt bei besten Bedingungen genießen.

Nach dem ersten Teil der Abfahrt nutzen wir die Gelegenheit und trainierten unsere Kenntnisse zur Suche von Verschütteten anhand individueller Übungen, jeder Teilnehmer nahm die Gelegenheit war mit dem LVS Gerät zu üben. Daraufhin hieß es nochmals Felle für einen kurzen Aufstieg aufzuziehen. Dieser pulverbedeckte Nordhang war einfach nur traumhaft, so dass einige vom Team diesen Hang bis zu drei Mal aufstiegen, um den grandiosen Powder zu genießen. Schon am frühen Nachmittag kamen wir wieder an unserer Unterkunft an und konnten zusammen beim Kaffee einen hausgemachten Apfelstrudel genießen. Am Abend erwartete uns wieder ein hervorragendes 3-Gänge Menü.

Den ursprünglichen Plan, am Sonntag die Engelspitze zu besteigen, änderten wir noch am selbigen Tag, Martin der Gastwirt konnte Dieter gewinnen, mit uns den Sealakopf anzugehen. Diese Tour hat schon am Anfang viele Kräfte geraubt da die Spur durch den Wald sehr steil angelegt und zudem stark vereist war. Doch jedem war beim Anblick des pulverbedeckten Nordhangs klar, dass sich all die Mühe lohnen würde. Um die letzten Meter bis zum Sattel des Sealakopfes gehen zu können, richteten wir ein Skidepot ein. Sobald wir den Sattel erreicht hatten erblickten wir eine unglaublich beeindruckende Berglandschaft. Da einige der Gruppe zwischenzeitlich ein Stückchen abgefahren waren, beschlossen wir schon am Sattel nach einer kurzen Genuss- und Erholungspause auch abzufahren, damit die anderen nicht allzu lange auf uns warten mussten. Der Schnee war mit dem des gestrigen Nordhangs vergleichbar, und dazu hatte der Hang noch den Vorteil ausreichend steil und lang zu sein. Wieder vereint ging es zwischen einzelnen Bäumen und Sträuchern weiter Richtung Tal. Am Ende war noch einmal volle Konzentration gefordert, um die eisigen und engen Fahrrinnen im Wald unbeschadet zu überstehen. Nach Kaffee und Kaiserschmarren fuhren wir schließlich – wie bei der Anreise – in verschiedenen Fahrgemeinschaften zurück und können allesamt auf ein unglaublich tolles Tourenwochenende mit den besten Bedingungen (Wetter, Schneeverhältnisse, Unterbringung und Gruppe) zurückblicken.

> Dieter Bandtel