Auf geht‘s zur 5. und bisher schönsten Etappe  unserer Neckarsteigtour. Am Neckarufer in Eberbach steigen wir aus dem Bus und verlassen bald die Stadt. Gleich zu Beginn haben wir einen steilen Anstieg hinauf in den Wald. Wir sind umgeben von sattem Grün, erhaschen ab und zu noch einen Blick auf den Neckar. Der Weg führt vorbei an einem Geburtsbaumgarten mit vielen Obstbäumen. Weiter geht’s bis zum Schollerbuckel, der einst vom Neckar umflossen wurde. Das ist allerdings schon 600 000 Jahre her. Nur kurze Zeit später erreichen wir die Teufelskanzel. Sie liegt an der Abbruchkante eines einstigen Steinbruchs und bietet einen herrlichen An- und Ausblick. Von dort steigen wir hinab ins Neckartal zur Schleuse Rockenau.

An der Schleuse überqueren wir den Neckar und folgen ein Stück weit dem Fluss. Es geht schon wieder bergauf. Wir kommen zur Burgruine Stolzeneck. Sie stammt aus der späten Stauferzeit und hat heute noch eine gut erhaltene Schildmauer mit Wehrgang. Am schattigen Rastplatz gönnen wir uns eine Pause. Danach erwartet uns ein abenteuerlicher Steig über Stock und Stein entlang eines Steilhanges. Unter uns fließt der Neckar, wir haben einen schönen Ausblick auf die Neckarschleife.

Auf der Höhe angelangt wechselt der Pfad in einen Forstweg. Wir wandern weiter zum ruhigen Reihersee mit Schutzhütte. Ein Platz wie aus dem Bilderbuch mit vielen Seerosen. Edith nützt die Pause zum Wassertreten im See. Anschließend besichtigen wir die Nachbildung des Wildsaufangs. In der Zeit zwischen 1945 und 1950/51 war auch den Jägern das Tragen von Waffen verboten. So mussten sie auf andere Art und Weise den Wildschweinen Einhalt gebieten. Zum Schluss machen wir noch einen Abstecher zur rd. 400 Jahre alten Hohen Eiche. Unser Ziel kommt näher: Es ist sehr heiß als wir bei der Bushaltestelle in Neunkirchen ankommen. Dort holt uns Steffen mit dem Bus ab. Wir fahren nach Zwingenberg ins Gasthaus „Goldener Anker“ zur letzten Station unserer heutigen Tour.

> Brigitte Köder