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Jahresabschluß 2016

Jahresabschluß der Sektion am 12.11.2016 im ESV-Vereinsheim in Crailsheim

Der diesjährige Jahresabschluß wurde von der Ortsgruppe Crailsheim organisiert und ausgerichtet.

Das Motto des Abends war: Crailsheim und die Eisenbahn.

Um 16.30 Uhr trafen sich ca. 40 Mitglieder am ZOB zu einer Stadtführung.
Frau Waible stellte die Stadt kurz vor und wies auch auf die frühere Bedeutung der Stadt als Eisenbahnknotenpunkt hin:
von Crailsheim über Stuttgart bis nach Paris und über Nürnberg in den Osten und in den Norden Europas und das bereits im Jahr 1875.
Über den Jagststeg ging es dann in die Innenstadt und in die Adam-Weiß-Str.zum Platz vor der ehemaligen Synagoge. In kürze ging sie auf das jüdische Leben in Crailsheim vor der Reichsprognomnacht am 9.11.1938 ein und wies auf die Gedenktafeln hin. Weiter ging es zum Marktbrunnen, dem Rathaus und der Lieb-Frauen-Kapelle.
Durch die Besuchertüre betraten wir das Rathaus und sahen uns kurz die Ausstellung über Zerstörung Crailsheims in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges an. Anschließend durften wir auf den Rathausturm und betrachteten Crailsheim von oben bei Nacht. Für mich immer ein schöner Anblick eine Stadt bei Nacht im Lichtermeer zu sehen. Vom Ratshaus ging es über den Schweinemarktplatz und die Karlstraße. zum Diebsturm. Mit der Geschichte über das Crailsheimer Nationalgebäck – den Horaff ging diese sehr interessant gestaltete Führung zu Ende.

Anschließend ab 18.00 Uhr wurde die Feier im Vereinsheim mit ca. 80 Mitgliedern fortgesetzt. Die Tische waren von den Wirtsleuten Maria und Steve bereits eingedeckt und mit Eisenbahnmotiven dekoriert. Auch bekam jeder Gast einen Horaff. 
Nach kurzer Begrüßung durch Brigitte Schmidt und Ute Abelein und dem Hinweis, dass die Ortsgruppe 2016 nun bereits seit 20 Jahren hier im Vereinsheim ihren Treffpunkt für die Sektionsabende hat ging man zum gemütlichen Teil über und genoss den Abend bei gutem Essen und vielen Gesprächen.
Es war interessant, da sehr viele unterschiedliche Gruppen der Sektion aus Dinkelsbühl und Crailsheim vertreten waren:
die Familiengruppe, die Kletterer und die Wanderer. Diese drei Gruppen sollen nur stellvertretend für die vielen aktiven Gruppen der Sektion aufgeführt werden.

Zur Unterhaltung wurden zwischendurch immer wieder Gedichte und kurze Geschichten zum Schmunzeln über die Eisenbahner in Crailsheim und die Hohenloher im Besonderen von Brigitte Köder und Sigfried Schuhmann vorgetragen.

Insgesamt war dies ein sehr schöner Jahresabschluss. Ich wünsche mir, dass auch im nächsten Jahr wieder viele Mitglieder teilnehmen, denn solche gemeinsamen Feste fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl und somit das Leben des Vereins. 

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Hüttenschluß mit Törggelen

21 Personen konnten sich mit der Neugestaltung des Hüttenabschluß sofort anfreunden.

Törggelen - seit jeher Brauch in Südtirol. Überall dort, wo es den neuen Wein gibt, wird im Herbst nach dem Weinpressen ordentlich geschmaust. Alle Helfer und Helfershelfer werden zu einem kleinen Fest eingeladen, bei dem  der Suse (neuer Wein vor der Gärung), “gekostet” wird. Bei uns ist diese Besonderheit als „Besen“ bekannt.

Was es zu essen gab? Die Mahlzeit hatte es in sich: Es gab dreierlei Brotaufstriche, Gerstensuppe, Kraut, Knödel Geselchtes, Hauswürste und Schweinebraten. Im nächsten Gang Käse und allem was dazugehört. Zum Nachtisch gab’s Mohnkrapfen und gebratene Kastanien mit Butter, zu denen der Wein besonders gut schmeckt!

Wir freuen uns schon auf´s nächste Jahr und wissen nun, dass wir hungrig kommen müssen um diesen Schmaus bewältigen zu können.

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Volksfest 2016

Volksfestmontag in Crailsheim

Das Crailsheimer Vereinsleben findet auch bei der 5. Jahreszeit am Volksfest statt. Traditionell treffen wir uns zum Volksfestausklang im Kleinen Engelzelt. Drei Tische waren schnell besetzt. In guter Stimmung verbrachten Jung und Alt ein paar unterhaltsame Stunden. 

Rund um den Watzmann

vom 2. – 4.9.2016
Wanderleiter: Friedrich Glaßbrenner
12 Teilnehmer

Bei guten Wetterprognosen für’s Wochenende fahren 12 Bergfreundinnen und – freunde zwischen U 30 und Ü 70 am Freitagmorgen nach Ramsau zur Wimbachbrücke (634 m), wo wir unsere Tour rund um das Watzmannmassiv starten. Nach der Brücke geht es rechts hinauf ins Wimbachtal. Gleich nach den letzten Häusern kommen wir zur Abzweigung durch die prächtige Wimbachklamm und weiter zum bewirtschafteten Wimbachschloss (937 m). Nach einer kurzen Rast geht’s weiter hinauf ins Wimbachtal, das sich als wildromantische Hochgebirgslandschaft präsentiert. Auf seinen wüstenartigen Schuttströmen, dem Wimbachgries, lässt es sich mitunter wie an einem Sandstrand wandern. Neben dem Gries selbst beeindruckt vor allem auch die gigantische Watzmann-Westwand. Am frühen Nachmittag erreichen wir dann unser Tagesziel, die Wimbachgrieshütte (1327 m), wo wir übernachten. Am nächsten Tag führt uns der Weg weiter durch das obere Wimbachtal hinauf zum Trischübelpass, der Nahtstelle zwischen Watzmann und dem Steinernen Meer. Nun geht es mehrfach auf und ab, durch die Hundstodgrube und in sehr beeindruckender, hochalpiner Landschaft bis zum Hundstodgatterl (2188 m), wo erstmals der Blick auf die weite Hochfläche des Steinernen Meers frei wird. Vom Gatterl, dem höchsten Punkt des Tages geht es nun fast nur noch absteigend am Schneiber und Hirsch vorbei in den Funtenseekessel und zum herrlich gelegenen Kärlinger Haus (1631 m). Nach einer Nächtigung steigen wir dann am Sonntagmorgen vom Kärlinger Haus wenige Meter auf und haben dann nur noch den Abstieg zum Königssee vor uns. Auf dem gut ausgebauten Weg passieren wir die berüchtigte, steile Saugasse mit ihren über 30 Serpentinen und gelangen vorbei am Schrainbachwasserfall nach St. Bartholomä am Königssee (604 m). Die „Mutigen“ lassen sich ein Bad im kühlen See nicht nehmen. Nach der Mittagspause im Biergarten in St. Bartolomä bringt uns ein Schiff über den See nach Königssee Dorf. Mit dem Taxi geht’s dann zurück zu unseren Autos. 

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Wanderungen im Lechquellengebirge

16.08 – 19.08 2016 
Führungstour mit Maurizio Ambrosi

Hallo Bergfreunde,
hier berichte ich euch von unseren erlebnisreichen Wanderungen im Lechquellengebirge.
Ziel war es das besondere dieses Gebietes zu erwandern und auch für noch kommende Wanderungen weitere Ziele und Wege zu erkunden.

1. Tag
Die Lech
Da die Lech der Namensgeber dieses Gebirges ist starteten wir an einer der mutmaßlichen Quellen, dem Formarinsee . Die Lech  entspringt nicht direkt dem Formarinsee, erst einmal versickert sie und taucht viel später als kleines Rinnsal wieder auf. So stiegen wir immer wieder ins Bachbett ab und tatsächlich fanden wir diese erste Stelle. Nur wenige Gebirgsbäche bieten einem die Möglichkeit diese so nah von Beginn an zu erkunden. Mit jedem Meter wird sie nun breiter und stärker, bildet Kiesbänke und auch kleine Wasserfälle, wir folgten ihr bis zum Gasthaus Älpele, dann nahmen wir den Bus packten unsere Rucksäcke für mehrtägige Wanderungen um und fuhren zur zweiten mutmaßlichen Quelle dem Spullersee. Hier entlang der Staumauer bieten sich schöne Fernblicke ins Montafon und das nähere Kristberg, im Tal liegt  Dalaas und weiter auch Klösterle. Nun folgten wir einem Zufluß des Spullersees bis wir inmitten des Hochtales die Ravensburger Hütte erreichten.

2. Tag
Bergtour Obere Wildgrubenspitze.
Nach dem es in der Nacht gewitterte und es auch morgens noch, immer wieder regnete, war an den Aufstieg über den grasigen Rücken zur oberen Wildgrubenspitze nicht zu denken. Also erkundeten wir das Naturschutzgebiet um den kleinen Alpsee, der sich inmitten des Hochtales befindet und einigen gefährdeten Froscharten eine Zuhause bietet.
Dominiert wird dieses Hochtal der bei Kletterern sehr beliebten Roggalspitze. Vorgelagert befindet sich die bewirtschaftete Alpe Dalaaser Stafel, die 300 Jungrinder auf dem weitläufigen Gelände hält. So erwanderten wir das ganze Hochtal und auch das Gelände am Zustieg zum Schafberg dem Hausberg der Ravensburger Hütte.

3. Tag
Höhenweg des Lechquellengebirges
Startpunkt dieser Tour ist die Bergstation der Rüfikopfseilbahn. Von hier wanderten wir durch das Ochsengümpele zur Rauhekopfscharte. Zuerst absteigend über ein Schroffengelände dann entlang des Höhenweges überquerten wir zwei Klingen, wobei die eine noch ein kleines Eisfeld trug dann wieder aufsteigend über grasige und erdige Rücken bis unterhalb der Rauhekopfscharte. Dann bei der letzten Querung über ein Geröllfeld  der markante Duft von Steinböcken, hier erfuhren wir später von anderen Wanderern, das eine ca. 20 köpfige Gruppe von Steinböcken in nur knapp 50 Metern Abstand an ihnen vorbeizog, wie Schade zu gern hätten wir sie gesehen. Wir waren einfach nur eine Stunde zu früh dagewesen. Ab der Rauhekopfscharte folgten wir dann den Bergkämmen und genossen von hier den wunderbaren Ausblick auf das Lechquellengebirge mit seinen farbenreichen und bizarren Gesteinsformationen bis zu unserem Tagesziel der am Krabachjoch liegenden Stuttgarter Hütte.

4. Tag
Geologie des Lechquellengebirges
Nun ging es wieder über den außergewöhnlich schönen Höhenweg zurück zum Rüfikopf, hier befindet sich ein steinernes Meer in dem man zahlreiche versteinerte Meeresbewohner bestaunen kann. Also stiegen, sprangen und kletterten wir trittsicher durch diese bizarren Kalkformationen die die Urkräfte der Tektonik vom Meeresboden auf 2300 Meter nach oben drückten, erstaunlich.

Mit auf Tour : Irmgard und Manfred Hänse sowie Angelika Ambrosi

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Neckarsteig Nr. 3

Neckarsteig: 3. Etappe von Neckarsteinach bis Hirschhorn am 03.07.2016

Die Tour geht weiter! Der Neckar ruft und wir kommen. Wir fahren mit dem Bus nach Neckarsteinach. Dort besuchen wir zuerst den Nibelungengarten, der uns vom letzten Jahr noch in guter Erinnerung ist. Mit knapp 17 km und fast 500 Höhenmeter liegt heute eine lange Etappe vor uns.
Am Vierburgenparkplatz beginnt der 1. Aufstieg zur Hinterburg. Diese wurde im 12.Jahrhundert errichtet. Sie war der Wohnsitz des Steinacher Minnesängers Bligger II, von dem man annimmt, dass er der Dichter des Nibelungenliedes war. Von der Ruine hat man einen herrlichen Blick auf Neckarsteinach und den Neckar. Der Torbogen bietet einen idealen Rahmen für unser Gruppenfoto.
Wir folgen dem Pfad hinab zum Bach und erreichen das Randgebiet von Neckarsteinach. Durch die Siedlung geht es erneut steil aufwärts. Renates Stockspitze verklemmt sich im Gully und verschwindet. Der Deckel wurde angehoben und das Stockteil konnte gerettet werden. Die letzten Häuser von Neckarsteinach liegen hinter uns und wir folgen der Markierung „NS“ hinein in den Wald. Es geht schon wieder bergauf, das letzte Mal. Bald erreichen wir eine offene Hütte mit Bänken, eigentlich nur ein Unterstand. Ein guter Platz für unsere Mittagspause. Claus bemängelt die Spinnweben unter dem Dach und warum wir diese bei der Vorwanderung nicht entfernt haben.
In den nächsten Stunden wandern wir auf gepflegten Forstwegen und Pfaden, genießen das Zu-Fuß-unterwegs-sein, bewundern Glockenblumen und Farne. Wir machen einen Abstecher zum „Goetheblick“. Die Sicht wird frei auf Dilsberg. Rund um den „Goetheblick“ ist der Wald wie verwunschen: bemooste Wurzeln, knorrige Bäume, Sonnenstrahlen fallen durch die dichten Baumkronen, nur die Elfen fehlen. Und weiter geht‘s. Bevor wir nach Hirschhorn absteigen gönnen wir uns eine letzte Pause am „Roten Bild“. 
Danach verlieren wir auf dem schattigen Pfad mit jedem Schritt an Höhe. Zum Schluss folgt ein steiler Hohlweg und eine steile Straße am Ortsrand von Hirschhorn mit 22 Prozent. Hier gibt es für die Fußgänger sogar ein Geländer zum Festhalten.
Wir sind angekommen. Mit seinen hübschen Fachwerkhäusern und seinem Schloss, das sich oberhalb des Ortes befindet, ist Hirschhorn ein besonders malerisches Ziel am Neckarsteig. Im Café-Restaurant in der Fußgängerzone beenden wir die 3. Etappe unserer Wanderung.

Wanderleiter und Bericht: Brigitte Köder
Teilnehmer: 38

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Jubiläumsweg vom 22. – 24.7.2016

Obwohl die Wetterprognosen nicht ganz stabil sind, fahren wir am Freitagmorgen zum Bergdorf Hinterstein im Hintersteiner Tal. Mit dem öffentlichen Bus geht es der Ostrach entlang hinauf zum bewirtschafteten Giebelhaus (1060 m). Nach einer Stärkung beginnt der Aufstieg. Über den Bärgundele Bach geht es an einem Wasserfall vorbei hinauf zu der gleichnamigen Alpe, bevor wir nach etwa drei Stunden das Prinz-Luitpold-Haus (1846 m) erreichen. Kurz vor der Hütte hat uns noch ein heftiges Gewitter mit Regen „abgekühlt“. Nach einer Nacht auf der Hütte wollen wir am nächsten Tag den Hochvogel (2592 m) besteigen. Er ist zwar nicht der höchste, sicherlich aber der formschönste Gipfel der Allgäuer Alpen. Von allen Seiten besticht er durch die elegante Form seiner Gipfelpyramide. Der Aufstieg erfolgt über viel Geröll und über einen mit Drahtseilen versicherten Steig zur Kreuzspitze (2367m). Von hier aus haben wir einen herrlichen Blick auf den gegenüberliegenden Hochvogel und den gut erkennbaren Aufstiegsweg. Nach einer Rast auf der Kreuzspitze entscheiden wir uns auf Grund der Wetterlage schweren Herzens, den Abstieg über den Aufstiegsweg zum Prinz-Luitpold-Haus anzutreten und heute auf den Gipfel des Hochvogels zu verzichten. Den langen Hüttennachmittag haben wir dann mit Erholung und Spielen verbracht. Bereits nach dem Mittag setzen dann auch schon leichter Regen und abends und nachts heftige Regenfälle ein. Nach einer weiteren Nächtigung auf der Hütte nehmen wir am Sonntagmorgen den Jubiläumsweg in Angriff. Der Jubiläumsweg ist ein alpiner Wanderweg, der in der Höhe von ca. 2000 Metern verläuft. Teile des Weges sind mit Drahtseilen gesichert. Erst steigen wir unter den Wänden der Fuchskarspitze, später der Kesselspitze bis in die Bockkarscharte auf. Die Bockkarscharte liegt auf 2164 m und stellt den höchsten Punkt des Weges dar. Sie belohnte uns mit wunderschönen Ausblicken auf die bizzare Höfats im Südwesten, den Hochvogel im Westen und auf das einsame Schwarzwassertal im Osten. Auf Grund der heftigen Niederschläge in der Nacht sind die Wege anfangs noch sehr rutschig und dreckig. Nach gut 4 Stunden Gehzeit kommen wir in die Lahnerscharte und entscheiden, den Tag mit einem Bad im Schrecksee ausklingen zu lassen und von dort nach Hinterstein abzusteigen. Der beschwerliche Abstieg vom Schrecksee zur Bushaltestelle am Kraftwerk Auenwald dauert nochmals ca. 2 Stunden. Mit dem Bus geht’s dann zurück zu unseren Autos zum Parkplatz in Hinterstein, wo heftiger Regen einsetzt. Nach „Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes“ am Parkplatzkiosk fahren wir am frühen Abend wieder nach Hause. 

Tourenleiter : 
Friedrich Glaßbrenner
10 Teilnehmer

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Lienzer Dolomiten

Klettersteige in den Lienzer Dolomiten 3.07 – 8.07 Führungstour mit Maurizio Ambrosi

Hallo Bergfreunde,
am Sonntagabend nach langer Anreise, bauen wir unser „ Basecamp 1“ am Tristacher See auf.
Mit drei Teilnehmerinnen aus dem Grundkurs Klettersteig, Romina, Antonia und Angelika, sowie Martin der von mir einen Crashkurs bekommt, bestiegen wir alle Varianten  von Klettersteigen.
Am Montag früh, führte ich die Gruppe zuerst in einen Übungsklettersteig, gleich danach ging es dann richtig zur Sache. In die Galitzenschlucht, in einen sehr fordernden Sportklettersteig.Hier muss man seine Kräfte klug einteilen und vorausschauend steigen. Mutig und maßvoll mit sich und seinen Fähigkeiten umgehen und keine Angst vor der Höhe haben. Freudig steigen alle höher und über Seilbrücken und senkrechten Teilstücken und sind nur noch am grinsen.
Nach einer zweiten Nacht im Basecamp bauen wir ab und packen für den Aufstieg zur Karlsbader Hütte inmitten der Lienzer Dolomiten. Für einige wird es ihre erste Hüttenübernachtung und ihr erster alpiner Klettersteig werden.
Also passe ich die Tour etwas den Teilnehmern an, aber ich muss auch die Teilnehmer der Tour anpassen, somit Tags drauf für alle Grundschule Gehtechnik.
Sicher steigen im Geröll, balancieren über Blöcke, Sicheltritt im Firn, Übersteiger im Aufstieg und auf Reibung im Abstieg – alles will gelernt sein, so ist das Programm.
Gut trainiert geht es nun über den Rudl-Eller Weg in die Piccola Ferrata. Er ist nicht durchgehend gesichert und man sollte schon sehr trittsicher auf den schmalen Bändern sein. Ab und zu sind auch Klettereien bis zum dritten Schwierigkeitsgrad drin, das kostet Zeit und Geduld so ist das eben.
Immer wieder auch bröckelnder Fels, jeder Griff wird geprüft jeder Tritt vorsichtig gesetzt, hier wird der Steig nicht vom Tüv abgenommen. Alle sind sehr still und konzentriert, hier spielt eine andere Liga das merken alle. Und dann ist bald nach mühevollem Aufstieg die scharfe Spitze erreicht, hier  blickt man zum Dank noch über 200 Meter senkrecht in die Tiefe und höher noch tut sich hinter einem die Laserzwand auf. Eine der glattesten Wände der Alpen an der auch David Lama für den Cerro Torre trainiert hat, klasse und wir mittendrin, alle sind begeistert.
Hier möchte ich mich bei allen Teilnehmer bedanken, die alle meiner Idee vom Basecamp gefolgt sind, um mit mir ein wenig  das Bergsteigerexpeditionsfeeling zu spüren, Danke Superteam.

Geschrieben Maurizio Ambrosi

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Bergfrühling

Frühlingsträume in den Allgäuer Alpen vom 17. – 19. Juni 2016

Am Freitag kurz nach 7 Uhr treffen sich 10 Bergfreundinnen und –freunde an der Autobahnauffahrt Neustädtlein und fahren mit 2 PKW auf der A 7 Richtung Füssen ins Berg- und Aktivhotel Edelsberg nach Bad Hindelang-Unterjoch. Nach einer kurzen Kaffeepause im Hotel geht’s gleich auf Tour. Bei eher kühlem Wetter wandern wir vom Hotel weg auf die bewirtschaftete Buchelalpe (1 290 m) und weiter zum Wertacher Hörnle (1 695 m). Vom Gipfelkreuz aus haben wir einen herrlichen Ausblick auf die Allgäuer und Tannheimer Berge sowie raus ins Alpenvorland. Nach der Gipfelrast geht’s hinunter zur Alpe Schnitzlertal (1 440 m), wo wir auf der Sonnenterrasse ein kühles Getränk und eine deftige Brotzeit genießen. Zurück wieder über die Buchelalpe kommen wir am Spätnachmittag trockenen Fußes am Hotel an. Nach der Zimmerbelegung und vor einem genussreichen Abendessen nutzen einige noch das hauseigene Hallenbad und die Sauna.

Am Samstag fahren wir nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet mit den Autos nach Tannheim zur Neunerköpflebahn. Unterstützt durch die „Aufstiegshilfe“ der Bahn erreichen wir nach kurzer Zeit das mächtige Gipfelkreuz auf dem Neunerköpfle (1 864 m). Weiter geht’s auf dem Saalfelder Höhenweg vorbei an der Sulz- und Schochenspitze zur Landsberger Hütte (1 810 m). Unterwegs müssen wir immer wieder Altschneefelder queren. Trotz einer Höhe von fast 2 000 m können wir uns dennoch an einer Vielzahl von bunten Bergblumen erfreuen. Nach einer Stärkung auf der Landsberger Hütte beginnt der Abstieg über viel Geröll und bei leichtem Regen vorbei am Traualpsee hinunter zum Vilsalpsee (1 168 m). Der „Alpenexpress“, eine kleine Bimmelbahn, bringt uns nach einer kurzen Kaffeepause vollends hinunter nach Tannheim zu unseren Autos. Im Hotel angekommen nutzen einige wieder die „Wellness-Oase“, bevor uns der Hotelchef zum Grillabend einlädt. Leider können wir das Abendessen nicht auf der Hotelterrasse einnehmen, da es nach unserer Rückkehr ins Hotel stark zu regnen beginnt. Auch am nächsten Morgen hängen die Wolken tief und es regnet heftig. So entschließen wir uns, am Sonntagmorgen nach dem Frühstück die Heimreise anzutreten. Trotz des „durchwachsenen“ Wetters können wir wenigsten an zwei Tagen den Bergfrühling in den Allgäuer Alpen in seiner Vielfalt und Buntheit erleben. 

Verfasser: Friedrich Glasbrenner

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„Berge sicher erleben“

Kurs „Berge sicher erleben“ am 10. und 11. Juni 2016

Der Kurs beginnt am Freitag in der Geschäftsstelle der Sektion in Dinkelsbühl, wo Kursleiter Friedrich Glaßbrenner den 9 Kursteilnehmern in einem 2-stündigen Vortrag Grundlagen über Ausrüstung, Bewegungstechniken, Organisation von Bergtouren, Orientierung, Wetter und Alpine Gefahren, Erste Hilfe und Umweltbildung vermittelt.

Am Samstag soll das Gelernte dann am Hohen Ifen umgesetzt werden. Leider ist die Wetterprognose relativ schlecht, so dass der Grünten als neues Ziel festgelegt wird. 6 Teilnehmer fahren dann am Samstagmorgen mit einem Kleinbus nach Burgberg am Grünten. Allerdings regnet es in Strömen, so dass alle Teilnehmer ein kurzes „Alternativprogramm“ bevorzugen. Nach dem Besuch auf der Alpe Käsberg und einem kurzen Einkauf im Hof- und Käselädle der Fam. Rasch in Wolfsried geht’s weiter zum „Eistobel“ in Grünenbach zwischen Oberstaufen und Isny. In einer 2-stündigen Wanderung geht’s vorbei an rauschenden Wasserfällen und tiefen Strudellöchern, riesigen Gesteinsblöcken und gewaltigen Felswänden. Im Eistobel selbst leben zahlreiche Spezialisten aus der Tier- und Pflanzenwelt. Nach Einkehr im Gasthaus Adler in Riedholz geht’s weiter mit dem Auto zur Königsalpe, wo wir mit überdimensionierten Kuchenstücken und Kaffee von Moni und Peter verwöhnt werden. Auf der Heimfahrt machen wir dann noch einen kleinen Abstecher im „Alpsee Outletcenter“ in Immenstadt, wo einige noch ihr „Outfit“ ergänzen. Es ist an diesem Tag die „etwas andere Bergtour“ – aber es hat allen viel Spaß gemacht.

Verfasser: Friedrich Glaßbrenner

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Grundkurs Klettersteig 11.06.16

Hallo Bergfreunde,
aufgrund sehr großer Nachfrage am Grundkurs Klettersteig durfte ich dieses Jahr zwei zusätzliche Kurse ansetzen.
Hierfür konnte ich, was mich sehr gefreut hat, unsere Manuela Freisinger als Kursleiterin engagieren.
Manuela Freisinger durchläuft zur Zeit die Ausbildung zur Bergführerin, weshalb ich ihr sehr gerne den Großteil der Kursleitung überließ.
So konnten die Kursteilnehmerinnen mit ihr an einem steileren Abhang alle wichtigen Abstiegs- und Nachstiegsicherungsmethoden intensiv trainieren. Auch für Techniken zum Ablassen mit HMS und Autotuber konnte sie alle begeistern.
Wie wichtig diese Übungen waren sollte sich kurze Zeit später an der Wittmannschikane zeigen.
Kurz nachdem Manuela, hier an einer besonders schwierigen Stelle, einen Standplatz mit Umlenker gebaut hatte und wir die ersten Kursteilnehmer gesichert am Seil durchführten, stürzte ein Klettersteiggeher ( nicht aus unserem Kurs ) aus der Wand und blieb in senkrechter Haltung hängen.
Nun blieb uns nicht viel Zeit um den aus der Wand zu holen, dazu muß man wissen, wenn das Blut in den Beinen nicht mehr zirkulieren kann vergiftet es und man kann daran sterben, die Rettung sollte innerhalb 10 Minuten erfolgen.
Doch zufällig hatte Manuela  gerade den Umlenker aufgebaut, nun mußte Johanna ( 17 Jahre Kursteilnehmerin ) das Rettungseil übergeben, was sie ganz toll gemacht hat und so konnten ich ihn einfach und sicher ablassen, genauso wie wir es kurz zuvor geübt hatten, perfekt.
Die ganze Rettungsaktion verlief ohne Stress und Hektik ab, hier nochmal vielen dank an alle Teilnehmer.
Danach stiegen alle selbstsicher und gelassen weiter, ganz toll.

Den Kurs haben absolviert :
Silvia und Johanna Abendschein, Hilde und Christine Schneider, Corinna Hofmann und Laura Erhardt.

Verfasser: Maurizio Ambrosi

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