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Stubaier Höhenweg Teil 2

von der Neuen Regensburger Hütte zur Nürnberger Hütte
03. – 06.08.2017 – Teilnehmer 15

Tag 1:  Anreise und Aufstieg zur Regensburger  Hütte
Mit 2 PKW und einem kleinen BUS starteten wir vom P+R an der A7 um 7.15 Uhr in Richtung Stubaital. Das Wetter war gut und es sah so aus, dass es an diesem Tag noch sehr heiß werden würde.
Treffpunkt war das Waldcafe in Falbeson. Leider war der Gasthof geschlossen, konnten aber auf Nachfrage die PKW ohne Gebühr 4 Tage stehen lassen. Inzwischen war es sehr heiß geworden und wir stärkten uns am benachbarten Badesee mit einem kleinen Imbiss und reichlich Flüssigkeit. Nachdem alle mit Wanderausrüstung bestückt und „startklar“ waren, stellten einige von uns fest, hallo hier gibt es ja einen Rucksacktransport!  Ein kurzer Anruf auf der Hütte und der Hüttenwirt versicherte uns, dass die Rücksäcke rechtzeitig gegen 17.00 Uhr oben sind.  „Zweifler“ innerhalb der Gruppe wollten jedoch unbedingt ihren Rucksack hochtragen. Schließlich gehöre es zum Bergsteigen dazu, seine persönlichen Sachen zu tragen. So starteten 8 ohne und 7 mit Rucksack hinauf zur Ochsenalm. Bei 28 Grad waren alle froh, dort eine Pause einzulegen. Einige stärkten sich mit frischer Buttermilch von der Alm, die anderen mit kühlen Getränken.  Nach kurzer Rast ging es weiter zu unserem ersten Tagesziel, der Regensburger Hütte, die wir gegen 17.00 Uhr erreichten. Freudig war das Wiedersehen, schließlich kannten wir uns noch vom letzten Jahr und unsere Rucksäcke? Die waren bereits da.

Tag 2: Regensburger Hütte – Dresdner Hütte
Bei strahlend blauem Himmel starteten wir unseren zweiten Tag um 7.30 Uhr. Schließlich erwartete uns heute mit 12 KM auf und ab sowie ca. 8 Std. Gehzeit die längste Etappe. Über das herrliche Hohe Moos ging es vorbei am Falbesoner See zum Grawagrubennieder, 2880 m hoch.  Ideal zum einlaufen für diese lange Tour. Beim Einstieg wussten wir, weshalb diese Passage als schwierig eingestuft ist, Drahtseile und loses, nasses Geröll erwartete uns! Hier war Vorsicht geboten, sollte doch jeder heil und ohne Schrammen oben ankommen. Dann war erstmal Pause angesagt. Weiter ging es zur Schafspitzl, durch die hohe Grube unterhalb des Mutterbergsees zur Wilden Grube und hinauf zum Egesengrat auf 2506 Hm.  Ab hier hatten wir die Dresdner Hütte, die  auf 2308 Hm liegt, bereits im Blick und mussten nur noch 200 Hm absteigen. Für  einige „jetzt schon“ für andere „endlich - Gott sei Dank“!  Auch wenn die Hütte im Skigebiet „Stubaier Gletscher“ liegt und viele dachten, was erwartet uns wohl hier? Alle Zweifler wurden bekehrt vom guten Service, den sauberen geräumigen Zimmern, dem guten Essen und natürlich super Getränken.  

Tag 3: Dresdner Hütte –  Sulzenau Hütte – Nürnberger Hütte
Auch am dritten Tag hatten wir gutes Wetter. Ziel war zunächst die Sulzenau Hütte, die genau bei  der Hälfte der heutigen Etappe lag.  Nach kurzem Abstieg von 200 Hm mussten wir den Gletscherbach überqueren. Dann ging es hinauf zum Peiljoch auf 2672 Hm. Nach ca. 1 Std. teilte sich die Gruppe. Birgit, Dagmar, Elke, Karin, Hermann, Matthias, Uwe und Jürgen wollten es wissen und nahmen den Abzweig zum Großen Trögler (2902m). Die anderen sieben entschieden sich für den Normalweg über das Peiljoch. Oben angekommen eröffnete uns ein unvorstellbarer Blick auf den noch vorhandenen Gletscher des Sulzenauferner. Genialer Blick auf Zuckerhütl, Wilder Pfaff und Wilder Freiger. Einfach genial. Gemütlich stiegen wir hinunter, am Rand des Gletscherflusses entlang zur Sulzenau Hütte. Dort war Treffpunkt und Mittagspause. Nach ausgiebiger Rast und nachdem die andere Gruppe wieder zu uns gestoßen war, starteten wir den zweiten Teil der Tagesetappe. Hinauf zum Grünausee und hoch zum Niederl  auf 2629 Hm. Über große, massige Felsblöcke mussten wir noch einmal fast 400 Hm absteigen um die urige Nürnberger Hütte zu erreichen.  Mit gutem Essen und Kaiserschmarrn bis zum abwinken haben wir den 3. Tag abgeschlossen.

Tag 4: Nürnberger Hütte – Abstieg ins Tal nach Ranalt
Als würde sich alles wiederholen, so begann der letzte Tag wie im Jahr 2016 mit Regen. Brauchten wir bisher nicht einmal die Regenjacke oder einen Pullover so mussten wir heute diese ganz unten aus dem Rucksack hervorholen. Im Regen stiegen wir  ab zur Bsuechalm die wir nach ca. 2 Std. auf 1580 Hm erreichten. Wir waren froh, dass trotz des schlechten Wetters geöffnet war und wir uns mit einem warmen Getränk versorgen konnten.  Zum Abschied hatte die Wirtin noch einen besonderen Hinweis, der Weg ins Tal ist versperrt.  Aufgrund der Unwetter in dieser Nacht, von denen wir oben am Berg so gar nichts mitbekommen hatten, erwartet uns noch Schlammlawine. Nachdem wir diese erreichten, waren die Bagger bereits am arbeiten, doch wir mussten durch! Na ja, auf jeden Fall war danach Schuhe putzen angesagt. Weiter durch einen wunderschönen Waldweg erreichten wir den Parkplatz Nürnberger Hütte. Mit dem BUS ging es dann zurück zu den PKWs  am Waldcafe.  Es war wieder eine sehr schöne und gelungene Tour in den Stubaier Bergen.  Im Jahr 2018 folgt dann der dritte und letzte Teil des Stubaier Höhenweges.

Verfasser: Reinhold Hauler, Wolfgang Ströhla

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