HomeBerichte

Stubaier Höhenweg - von der Nürnberger Hütte zur Innsbrucker Hütte

Stubaier Höhenweg  - von der Nürnberger Hütte zur Innsbrucker Hütte
01. – 05.08.2018 – Teilnehmer 16

Reinhold Hauler
Wolfgang Ströhla

Tag 1:  Anreise und Aufstieg zur Nürnberger Hütte
Mit 2 PKW und dem Bus von Thomas und Birgit starteten wir pünktlich um 07.05 Uhr vom P+R an der A7 in Richtung Stubaital, um in diesem Jahr den Stubaier Höhenweg zu vollenden. Die Hitze des Sommers 2018 meinte es auch heute gut mit uns, denn 30 Grad sollte es im Stubaital werden. Die für den 01.08. angekündigte Schlechtwetterfront verschob sich Tag um Tag, so dass wir in den nächsten 5 Tagen mit schönem, stabilen Wetter zu rechnen hatten. Gute Voraussetzungen für unser Highlight, den Habicht 3277 m der am 04.08.18 auf unserem Plan stand.  

Treffpunkt war das Cafe „Zugspitzblick“ um von dort aus gemeinsam zum Parkplatz der Talstation Elferbahnen zu fahren. Dort konnten wir kostenlos parken.  Bei heißen 30 Grad und in praller Sonne machten wir uns startklar, kommen wir doch erst in 4 Tagen zu unseren geliebten, klimatisierten Fahrzeugen zurück. Im festen Glauben, alles Wichtige dabei zu haben machten wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle in Neder. Von hier ging es einige Stationen bis nach Ranalt zum Beginn unserer Tour.  Gemütlich ging es auf einem Forstweg durch einen schattigen Wald zur Bsuechalm. Die ersten 280 Hm waren in einer knappen Stunde geschafft.  Eine Tasse Kaffee und ein leckerer Kuchen tat erst mal richtig gut. Was für ein Wunder! Gleich nebenan war die Talstation der Materialseilbahn zur Nürnberger Hütte. Ein Anruf beim Hüttenwirt und er schickte uns die kleine Gondel. 8 schwere Rücksäcke nahmen darin Platz, aber auch in diesem Jahr ließen es sich einige nicht nehmen, ihren Rucksack selbst hochzutragen. Bei leicht abnehmender Hitze machten wir uns nun, mit und ohne Rucksack auf, die restlichen 700 Hm zur Nürnberger Hütte hinter uns zu bringen. Freudig war das Wiedersehen, schließlich kannten wir uns noch vom letzten Jahr und unsere Rucksäcke? Die waren noch nicht da, kamen aber kurze Zeit später an.

Tag 2: Nürnberger Hütte – Bremer Hütte
Nachdem es in der Nacht ein heftiges Gewitter gab, starteten wir unseren zweiten Tag bei bedecktem Himmel um 8.00 Uhr gemütlich. Haben wir doch heute die kürzeste Etappe mit ca. 4,5 Stunden Gehzeit und nur 650 Hm Auf- und Abstieg vor uns. Zunächst folgten wir kurz der Freiger-Route zum Langentalbach. Über die Brücke zur anderen Talseite stiegen wir über Platten auf. Vorbei Schwemmböden mit ihren kleinen Seen auf 2400 m, die auch „Paradies“ genannt werden. Über Drahtseile versicherte Serpentinen stiegen wir hoch zum höchsten Punkt am Simmingjöchl auf 2754m wo die alte Zollhütte steht. Hier war eine Rast und Vesper angesagt. 
Der Abstieg auf der Ostseite begann mit einer grimmig steilen, aber gesicherten Rinne. Hier war Vorsicht angesagt! Nach einigen Kehren ging der Weg in eine Querung über und weiter in Richtung Bremer Hütte, die wir bereits gegen 13.00 Uhr erreichten.
Für unseren Uwe war dies natürlich zu wenig, er machte noch einen Abstecher auf die Innere Wetterspitze 3053 m. Wegen der tiefen Wolken und der schlechten Sicht kehrte er kurz vor dem Gipfel um.  Dies war sehr vernünftig, da er alleine und die Spitze sehr ausgesetzt war.  Einige von uns nahmen noch ein kühlendes Bad im nahegelegenen Lautersee – von der Hütte in 30 Minuten erreichbar. 

Tag 3: Bremer Hütte –  Innsbrucker Hütte
Am dritten Tag starteten wir um Punkt 7.30 Uhr bei herrlichem Wetter. Dies war auch gut so, hatten wir doch heute die Königsetappe mit 6,5 – 7 Std. reine Gehzeit vor uns. Eine Etappe, bei der passionierte Höhenwanderer voll in ihrem Element sind. Noch an der Bremer Hütte mussten wir uns entscheiden, Kamin oder nicht Kamin! Wir sind „Bergsteiger“ und entschieden uns für den Kamin. Bereits nach 15 Minuten erreichten wir den als Klettersteig ausgebauten Kamin (Grad B) den wir alle, einer nach dem anderen mit Umsicht gut meisterten.
Danach ging es Richtung Lautersee, anschließend in die Karbucht und nach einigen Kehren traf unsere Route auf den Normalweg. Stundenlang folgten wir dem Pfad quer durch die Berglehnen des Habichtkamms, in Sichtweite gegenüber immer die kühn geformten Tribulaune. Nach dem ersten Abstieg zur Simmingalpe ging es wieder hoch auf 2530 m zum Trauljöchl. Durch einen Blockhang ins Plattental und weiter runter in die Trauler Bockgrube. An der Wasenwand, die mit Drahtseilhilfen versehen war, hoch und über einen Schräganstieg auf 2511 m zur Kanzel der Pramarnspitze.
Nun war erst mal Mittagspause und eine ausgiebige Rast angesagt. Danach ging es mit dem Auf und Ab weiter. Zunächst folgte ein Abstieg in die Karbucht, weiter durch die Matten der Gamsflecken in den Kessel der Glättegrube. Einmal noch um ein Eck herum und hoch zum Sendesgrat auf 2540 m. Einige meinten schon, hört das denn nie auf? Aber es sollte so sein, waren doch heute 1000 Hm im Auf- und 1000 Hm im Abstieg zu bewältigen. Am Sendesgrat angekommen konnten wir es sehen, unser Ziel, die Innsbrucker Hütte.  Wunderschön gelegen auf einem Kamm zwischen Gschnitztal auf der einen und Pinnistal auf der anderen Seite. Mit den Gedanken an ein kühles Radler war der Abstieg von 180 Hm zur Hütte ein Genuss und eine Erleichterung. Glücklich und ein klein wenig stolz waren wir alle,  die lange Etappe gut gemeistert zu haben. 

Tag 4: die Krönung – der Habicht 3277 m
Der Habicht ist zweifelsohne einer der stolzesten Berge der Stubaier Alpen. Mit ihm den Stubaier Höhenweg abzuschließen ist mehr als würdig und dies war unser Ziel. Bereits 2017 hatten wir davon geträumt und waren voller Hoffnung, dass an diesem Tag das Wetter passt. Nur bei gutem und gesichertem Wetter ist eine Besteigung möglich und es war so! Das Glück war auf unserer Seite.
Vom „Basislager“ Innsbrucker Hütte, auf der wir zwei Nächte gebucht hatten, starteten wir früh um 7.30 Uhr. Auf einem guten Steig ging es zu einem nach links steil abbrechenden Geländerücken. Über Blockschutt näherten wir uns der mächtigen Steilflanke, die erste Felskletterei im 1 – 2 Grad mit Drahtseilhilfen beginnt. Unsere Hände benötigten wir heute nicht um die Stöcke zu halten, wir brauchten sie zum Klettern oder zum Festhalten an den Drahtseilen. Kurze Passagen über Schotter wechselten sich nun mit steilen Platten ab. Die Exponiertheit an machen Passagen war enorm, immerhin fällt der Habicht ins Pinnistal fast 1500 m ab. Auf einer Höhe von knapp 3000 m haben wir die berühmte Firnbucht erreicht. Liegt dort zu viel Schnee, kann ein Sturz böse Folgen haben. Einige von uns wählten deshalb lieber den Weg über den Blockrücken der sicherer und nur wenig weiter ist. Die Bedingungen am heutigen Tag waren gut. Wir  folgten den Fußspuren in der Schneemulde und  konnten diese sicher überqueren.  Über einen flacheren Bergrücken ging es weiter zur Spitze. Bevor wir jedoch das neue Gipfelkreuz erreichten, mussten wir noch einige steile Stufen und  Platten die mit Drahtseilen versichert waren überwinden. Um genau 11.20 Uhr standen wir, voller Stolz diesen Berg bezwungen zu haben, unter dem Gipfelkreuz.
Nach einer guten Stunde auf dem Gipfel und einer verdienten Stärkung machten wir uns an den Abstieg. Dieser verlief auf der gleichen Route wie der Aufstieg und verlangte aufgrund der Exponiertheit eine noch größere Aufmerksamkeit. Hinzu kam der ständige „Gegenverkehr“ der an den sehr eng verlaufenden Passagen höchste Konzentration verlangte. Kurz vor 15.00 Uhr waren wir alle gesund und glücklich auf der Innsbrucker Hütte zurück und konnten unseren Kaiserschmarrn genießen. Den hatten wir uns heute aber wirklich verdient!

Tag 5: Abstieg ins Pinnistal
Als würde sich alles wiederholen… nein, diesmal nicht. Bei gutem Wetter konnten wir heute den finalen Talabstieg einleiten. Gemütlich starteten wir um 08.00 Uhr in Richtung Pinnisjoch. Auf einem verbreiterten Serpentinenweg ging es zunächst hinunter zur Karalm und weiter zur Pinnisalm. Bei einer guten Tasse Kaffee und einem sehr lustigen Wirt verbrachten wir die Zeit, bis unsere beiden  Shuttle-Busse kamen. Diese hatten wir bereits am Vorabend bestellt um uns den langen Weg hinaus nach Neder zum Parkplatz zu ersparen. Pünktlich um 11.00 Uhr fuhren wir los zum Parkplatz der Elferbahnen und dann weiter in Richtung Heimat. Fünf sehr schöne Tage mit einer super Truppe gingen zu Ende. Wir alle werden noch lange an diese schöne Tour zurückdenken. Der Stubaier Höhenweg ist in jedem Fall sehr empfehlenswert.

Ach, übrigens … alles wichtige dabei …, Wolfgang hatte doch tatsächlich seinen DAV-Ausweis im PKW liegen lassen. Er merkte es erst, als er die erste Hüttenübernachtung bezahlen wollte. Was nun? Es ging trotzdem gut, alle Hüttenwirte sahen in ihm ein langjähriges DAV-Mitglied! Hat er irgendwo seine Mitgliedsnummer tätowiert? Wer weiß!

Bilder

Ammergauer Alpen 07.09.-09.09.

„Maximiliansweg“ über die Ammergauer Alpen vom 7. – 9. September 2018 

Am Freitagmorgen treffen sich 13 Bergfreundinnen und –freunde an der Autobahnauffahrt Neustädtlein und fahren mit 3 PKW zur Talstation der Tegelbergbahn bei Schwangau. Das Märchenschloss Neuschwanstein ist auf Grund des Regens und der Wolken kaum zu sehen. Doch der Wetterbericht meldet für den Nachmittag Wetterbesserung. Nach einer längeren Pause an der Talstation entschließen wir uns gegen Mittag zur Bergfahrt mit der Seilbahn zum Tegelberghaus (1707 m), eine beliebte Panoramastation mit toller Fernsicht. Heute haben wir jedoch keine Sicht und alles ist „wolkenverhangen“ – doch der Regen hört nach kurzer Wartezeit auf. So beginnen wir unsere Wanderung auf dem Naturlehrpfad, dem früheren bereits von König Maximilian II von Bayern angelegten „Ahornreitweg“. Leicht bergab queren wir die Südseite des Branderschrofen bis zu einer Wegkreuzung unterhalb des Branderflecks (1620 m). Auf Grund der Nässe verzichten wir auf den Übergang über Krähe und Hochplatte und folgen dem Weg links hinunter in das Lobental. Wir überqueren auf einer „maroden“ Brücke den Bach und erreichen auf der Forstpiste den Bockstallsee (1148 m). Weiter geht’s zur Wankerfleck-Kapelle an der Kenzenstraße und auf dem parallel verlaufenden Wanderweg hinauf zur privat betriebenen Kenzenhütte (1285 m). 

Direkt gegenüber der Kenzenhütte führt der Weg am nächsten Morgen hinauf zum Bäckalmsattel (1536 m). Steil geht es auf einem schmalen Pfad hinauf zu der auf einer großen Freifläche stehenden Hirschwanghütte (1713 m), einer kleinen unbewirtschafteten Schutzhütte. Wir überqueren die durchfeuchteten Almwiesen und wandern weiter auf dem Gipfelgrat des 1885 Meter hohen Feigenkopfs, um dann 100 Höhenmeter abzusteigen bis zum Ansatz des Grates der Klammspitze. Hier müssen wir die Hände zu Hilfe nehmen (leichte Kletterei, I) und bewältigen eine kurze, mit Seilen gesicherte Stelle. Der Grat steigt schnell wieder an und kurz darauf geht es hoch zum Gipfel der Klammspitze (1924 m), mit ihrem beeindruckenden, großen Kreuz. Von hier aus geht es in der Tendenz bergab. Erst durch eine kleine Scharte, dann queren wir die Karmulde, die östlich des Gipfels liegt und erreichen die bewirtschafteten Brunnenkopfhäuser (1602 m). Nach einer kurzen Rast gehen wir weiter auf dem Höhenweg durch den zauberhaften Ammerwald. Manche Bäume sind wirklich uralt, was aus dem hohen Schutzstatus des Gebietes resultiert. Aus dem Wald heraus ergibt sich ein spektakulärer Blick auf unsere nächste Unterkunft, das August-Schuster-Haus / Pürschlinghaus (1564 m), mit seiner großen Aussichtsterrasse, das wir nach über 9 Stunden Gehzeit erreichen. Und so schmeckt heute Abend das Bergsteigeressen mit „Leberkäs oder Schweinsbraten“ auf der Terrasse besonders gut! 

Am nächsten Morgen genießen wir erst mal den Sonnenaufgang bei wolkenlosem Himmel und die herrliche Rundumsicht auf die umliegenden Berge – u.a. die Zugspitze und unsere fast unbezwingbar scheinende Klammspitze vom Vortag. Auf unserem Abstieg durch Almweiden und durch den Wald begleiten uns Pferde hinunter zur Langentalalm. Weiter durch die Schleifmühlenklamm erreichen wir Unterammergau (836 m). Den Ort durchwandern wir Richtung Norden und erreichen die Wallfahrtskirche Kappel. Auf einem Fahrweg und auf dem Wiesenweg, der sich im Wald etwas „verläuft“, gelangen wir zur Hörnlehütte (1390 m) und auf das Vordere Hörnle. Von hier haben wir eine tolle Sicht auf „Oberbayern“ mit seinen markanten Seen. Um dem „Trubel“ auf der Hörnlehütte schnell zu entfliehen, entschließen wir uns, mit dem Sessellift nach Bad Kohlgrub „hinunter zu schweben“. Nach Einkehr und Stärkung machen wir uns am Spätnachmittag auf die Heimreise. 

Verfasser: Friedrich Glaßbrenner

Bilder

Der Neckarsteig – 5. Etappe von Eberbach bis Neunkirchen

03. Juni 2018 – Der Neckarsteig – 5. Etappe von Eberbach bis Neunkirchen:

Burgen, Städte und Dörfer am Fluss

Auf geht‘s zur 5. und bisher schönsten Etappe unserer Neckarsteigtour. Am Neckarufer in Eberbach steigen wir aus dem Bus und verlassen bald die Stadt. Gleich zu Beginn haben wir einen steilen Anstieg hinauf in den Wald.  Wir sind umgeben von sattem Grün, erhaschen ab und zu noch einen Blick auf den Neckar. Der Weg führt vorbei an einem Geburtsbaumgarten mit vielen Obstbäumen. Weiter geht’s bis zum Schollerbuckel, der einst vom Neckar umflossen wurde. Das ist allerdings schon 600 000 Jahre her. Nur kurze Zeit später erreichen wir die Teufelskanzel. Sie liegt an der Abbruchkante eines einstigen Steinbruchs und bietet einen herrlichen An- und Ausblick. Von dort steigen wir hinab ins Neckartal zur Schleuse Rockenau.

An der Schleuse überqueren wir den Neckar und folgen ein Stück weit dem Fluss. Es geht schon wieder bergauf. Wir kommen zur Burgruine Stolzeneck. Sie stammt aus der späten Stauferzeit und hat heute noch eine gut erhaltene Schildmauer mit Wehrgang. Am schattigen Rastplatz gönnen wir uns eine Pause. Danach erwartet uns ein abenteuerlicher Steig über Stock und Stein entlang eines Steilhanges. Unter uns fließt der Neckar, wir haben einen schönen Ausblick auf die Neckarschleife.

Auf der Höhe angelangt wechselt der Pfad in einen Forstweg. Wir wandern weiter zum ruhigen Reihersee mit Schutzhütte. Ein Platz wie aus dem Bilderbuch mit vielen Seerosen. Edith nützt die Pause zum Wassertreten im See. Anschließend besichtigen wir die Nachbildung des Wildsaufangs. In der Zeit zwischen 1945 und 1950/51 war auch den Jägern das Tragen von Waffen verboten. So mussten sie auf andere Art und Weise den Wildschweinen Einhalt gebieten. Zum Schluss machen wir noch einen Abstecher zur rd. 400 Jahre alten Hohen Eiche. Unser Ziel kommt näher: Es ist sehr heiß als wir bei der Bushaltestelle in Neunkirchen ankommen.  Dort holt uns Steffen mit dem Bus ab. Wir fahren nach Zwingenberg ins Gasthaus „Goldener Anker“ zur letzten Station unserer heutigen Tour. 

33 Teilnehmer Organisation und Bericht: Brigitte Köder

Bilder

Bergfrühling im Tannheimer Tal

Bergfrühling im Tannheimer Tal vom 29. Juni – 1. Juli 2018 

Am Freitagmorgen treffen sich 11 Bergfreundinnen und –freunde an der Autobahnauffahrt Neustädtlein und fahren mit 3 PKW über Oberjoch ins Tannheimer Tal nach Nesselwängle zum Hotel Berghof. Das Tannheimer Tal ist ein Hochtal, das zwar vollständig in Tirol liegt, jedoch zu den Allgäuer Alpen zählt. Nach Regen an den Vortagen ist es heute noch etwas bewölkt aber angenehmes Wanderwetter. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben laufen wir zur Talstation der Krinnenalpe und nehmen für die ersten 400 Höhenmeter den Doppelsessellift zur Krinnenalpe (1 529 m) als „Aufstiegshilfe“. Über den Gamsbocksteig geht’s dann hinauf zur Krinnenspitze (2 002 m). Das gegenüberliegende Gipfelpanorama mit Aggenstein und den Kletterbergen Rot Flüh und Gimpel verschwindet allerdings immer wieder in Wolken. Der Abstieg führt uns über Almwiesen und teilweise matschigem Weg nach knapp einer Stunde zur Gräner Edenalpe, wo wir unsere Mittagspause nachholen. Der weitere Abstieg geht dann über den gut angelegten Schotterweg zum Haldensee. Nach einer kurzen Kaffeepause auf der Terrasse der Tauschers Alm laufen wir auf dem südlichen Uferweg des Haldensees zurück zum Hotel Berghof, wo wir den Abend mit einem 3 Gänge-Menü ausklingen lassen.

Am Samstag beginnt unser Aufstieg zum Gimpelhaus (1 650 m) und zur Rot Flüh (2 108 m) direkt hinter unserem Hotel. Der Weg zum Gimpelhaus wurde erst renoviert und ist gut zu gehen, dennoch steil. Nach einer kurzen Trinkpause am Gimpelhaus vorbei weiter dem Pfad folgend zur Rot Flüh. Der Weg führt uns zunächst weiter über Almwiesen, danach geht’s über Geröllfelder steil weiter nach oben. Das letzte Stück vor dem Gipfel müssen wir kraxeln. Teils über Treppen im Stein und Seilsicherungen erreichen wir das Gipfelkreuz. Heute haben wir eine super Sicht hinunter zum Haldensee und ins Tannheimer Tal und auf die umliegenden markanten Gipfel. Mit Blick nach Norden sehen wir die zahlreichen Kletterer in der Gimpelsüdwand. Der Rückweg erfolgt auf der gleichen Strecke wie im Aufstieg. Nach dem Grillabend im Hotel gehen wir heute frühzeitig ins Bett.

Am nächsten Morgen fahren wir nach dem Frühstück zum Parkplatz der Talstation Füssener Jöchle (1 205 m). Von hier laufen wir vorbei am Beschneiungsteich hinauf zur Bad Kissinger Hütte (1 792 m). Nach Rast auf der Hütte folgen wir dem Gräner Höhenweg hinunter zur Sebenalm und wieder hinauf zum Füssener Jöchle. Eine Einkehrmöglichkeit finden wir an der Bergstation der Seilbahn. Nach einer Strecke von 9 km und fast 1 000 m Aufstieg schweben wir entspannt mit der Bergbahn hinunter vom Füssener Jöchle nach Grän zum Parkplatz, von wo aus wir dann unsere Heimfahrt antreten. 

Verfasser: Friedrich Glaßbrenner

Bilder

Grundkurs Klettersteig 2018

Grundkurs Klettersteig 2018 

Hallo Bergfreunde, wieder haben drei Teilnehmer den Grundkurs Klettersteig erfolgreich absolviert.

Wir trainierten die Seil – und Sicherungstechnik mit Achterknoten, Mastwurf, Halbmastwurf, Marchand und Ankerstich . Fester Bestandteil in der Ausbildung auch das Briefing.
Die Seilmanöver wurden erheblich vereinfacht und durch die Einführung der selbstblockierenden Autotuber zum einen und das von mir nun dazu geänderte abknoten des Seiles. So wird nun schon vorab beim Einstieg die Mitte sowie die Enden stets mit einem Achter geknotet und verbleiben so und müssen auch nicht mehr verändert werden. Nun haben wir stets Redundanz und auch eine Führungs – sowie eine Sicherungslinie. Die Gefahr des Seildurchlaufs am Tube und das Abseilen über das Seilende hinaus kann dadurch nun ausgeschlossen werden.
Die Handhabung mit dem Seil wird nun wesentlich übersichtlicher und auch für noch Ungeübte sicherer. Ohne Änderungen kann es so auch als kurzes Bergseil mit Zwischensicherung zum zusätzlichen sichern von Kindern auf Klettersteigen und versicherten absturzgefährdeten Bergwegen verwendet werden.

DAV Wanderleiter Trainer C Bergwandern + Bergwanderleiter Naturfreunde Deutschland

Maurizio Ambrosi

Bilder

1. Mai Fränkische Schweiz Hirschbacher Höhlenrundwanderweg

1. Mai Fränkische Schweiz Hirschbacher Höhlenrundwanderweg 

Bei dieser anspruchsvollen Wanderung wurden wir mit einer zauberhaften Landschaft im nördlichen Frankenjura belohnt. Märchenhafte Felsen und Steine in einer wilden Vegetation wechselten sich mit schroffen Felswänden sowie mit Wald- und Wiesenlandschaften ab.

Schnell wurde uns klar, dass wir uns im höhlenreichsten Gebiet Deutschlands außerhalb der Alpen befinden. Nahezu in jedem Felsmassiv befinden sich eine oder gleich mehrere Höhlen. Alle Arten sind vertreten: Einsturzhöhlen, Spalthöhlen, Nischenhöhlen, Hallenhöhlen, Grotten, Felsengänge und -tunnel sowie Halbhöhlen.

Es boten sich wunderschöne Möglichkeiten zum leichten Klettern und Kraxeln mit Kriecheinlagen in bis zu 50 Meter lange und teilweise mehrere Meter tiefe und verwinkelte Höhlen.

Zum Abschluß dieser doch sehr langen und anstrengenden Wanderung ( 28 km, 700 hm) kehrten wir noch im Gasthof zum Res`n ein und genossen noch Spezialitäten vom Galloway-Rind .

 

Maurizio Ambrosi

Bilder

Frühjahrswanderung Vellberg Burgberg

22. April 2018 – Frühjahrswanderung von Vellberg zum „Collina del Castello“ 

Eddi hat eine neue Themenwanderung ausgesucht: Die „Hohenloher Drei Zinnen“ mit dem Burgberg, dem Einkorn und dem Altenberg als höchsten Gipfel im Kreis Schwäbisch Hall.

Am Fuße des „Collina del Castello“ (Burgberg) inmitten der „Hohenloher Dolomiten“ begrüßt Eddi die Wanderfreunde. Wir fahren in Fahrgemeinschaften nach Vellberg. Dort führt uns Frau Schönbucher durch das historische „Städtle“ mit seiner malerischen Kulisse, mit Torturm, unterirdischem Wehrgang, Marktbrunnen (aus dem heute kein Wein fließt) und Schloss. Die schmucken Fachwerkhäuser erstrahlen im Sonntagskleid.

Danach wandern wir durch Wald und Wiesen auf den Burgberg. Nach 1 Stunde machen wir Rast. Wie immer hat Eddi bestens für seine Gruppe gesorgt. Mitten im Wald stellt er Bänke und Tische auf. Es gibt kühle Getränke, Schnaps und die begehrten Flachswickel. Nach einer dreistündigen Wanderung erreichen wir das „Rifugio Stephano“ auf dem Burgberggipfel. Als Überraschung spielt Peter auf seiner Zither. Es geht eben nichts über eine zünftige Hütteneinkehr mit Musik.

Organisation:Eddi Rückl   Bericht: Brigitte Köder

Bilder

Wandern mit Werner im April

Wir wandern über den Stadtpark zum Hochweg in Richtung Kesselwald zur Stadt hinaus. Gehen kurz auf der Larrieder Strasse und durchqueren frühlingsgrüne Wiesen bis zur Froschmühle. Dort passieren wir die sprudelnde Wörnitz und gehen unterhalb des Bahndamms auf einem Feldweg nach Dinkelsbühl zurück. Bei dieser herrlichen, blütenreichen Natur möchte man aus frischer Brust die Frühlingslieder anstimmen, doch keiner ist Textsicher. Dafür schmeckt das kühle Bier im Biergarten in der Bleiche.

Bilder

DAV Familienwanderung im April

An dieser Familienwanderung haben 6 Familien aus Dinkelsbühl und Crailsheim teilgenommen, und sie wurde zum ersten Mal von Familie Herrmann geführt. Bei optimalen Wetterbedingungen liefen sie den Rundwanderweg W6 und im Anschluss haben sie die  schöne Tour in der Bronnenmühle ausklingen lassen. 

Bilder

Wandern mit Werner im März

Wandern mit Werner im März (Mühlenwanderung) 

Wir wandern an Bächern, Weihern und 7 Mühlen entlang, von denen zwar noch jede bewohnt ist, aber produziert wird nur noch in einer. Die Reichertsmühle ist die erste Mühle die wir sehen, gefolgt von der Hausertsmühle die sogar einen online-shop und einen Mühlenladen hat.

Danach kommen Knorren- und Beutenmühle. Wir laufen am Golfplatz entlang und gelangen über Obermeißlingen zur Hardmühle. Kurz nach der Hardmühle gibt es einen Energiewald zu bestaunen. Er liefert bereits nach 4 Jahren Holz für Hackschnitzel. Wir bestaunen den Segringer Friedhof der unter Denkmalschutz steht, kehren im Gasthaus Klein ein und schlendern an der Scheckenmühle und der Gaismühle vorbei unserem Ausgangspunkt zu.

Jede Mühle hat ihren gleichnamigen Weiher und jeder Weiher sein Bächlein und jedes Bächlein schlängelt sich durch Wiesen. So sind wir uns einig, dass der Werbe-Slogan "Romantik an Wassern und Wiesen" für Dinkelsbühl sehr passend ist.

Bilder

Schneeschuh Spitzingsee

Schneeschuhtouren rund um den Spitzingsee vom 16. – 28. Februar 2018 

Auch am 2. Schneeschuhwochenende der Sektion meldet der Wetterbericht nicht unbedingt ideales Wanderwetter. Trotzdem lassen sich 6 Schneeschuhfans nicht abhalten und fahren am Freitagmorgen bei Regen vorbei an München in die Alpenregion Tegernsee-Schliersee zum Spitzingsee. Während es unten am Schliersee noch regnet und nur eine dünne Schneedecke zu sehen ist, geht der Regen bei der Auffahrt zum Spitzingsee in Schnee über. Und oben am Spitzingsee auf knapp 1100 m Höhe angekommen trauen wir unseren Augen kaum: tiefster Winter mit Schneehöhen über einen Meter. Wir parken unsere Autos auf dem Parkplatz an der Kirche und gehen zu Fuß auf der Straße leicht talwärts zur gemütlichen Albert-Link-Hütte (1053 m), die unser Stützpunkt für diese Wochenende sein wird. Nach einer kleinen Stärkung geht’s nachmittags gleich auf Tour. Bei leichtem Schneefall und Nebel gehen wir vorbei an der Valeppalm durch den Wald hinauf in Richtung Roßkopf (1580 m). Den Gipfel können wir auf Grund des Nebels nur erahnen. Auch bereitet uns der letzte Anstieg zum Gipfel durch die Steilheit der Flanke große Mühe. Für den Abstieg orientieren wir uns dann entlang der präparierten Skipiste. Im liebevoll dekorierten Gastraum der Albert-Link-Hütte im alpenländischen Stil lassen wir uns am Abend mit selbstgebackenem Hüttenbrot und regionalen Spezialitäten verwöhnen. 

Am nächsten Morgen laufen wir zunächst auf der geräumten  Forststraße hinauf zur Bergwachthütte. Im Rahmen des Aktionstages „ Natürlich auf Tour“ informieren hier freiwillige Helfer anhand von Flyern, Infotafeln und Schaubildern über naturverträgliches Verhalten beim Wintersport. Veranstaltet wird der Aktionstag vom Deutschen Alpenverein und weiteren Bergsport- und Naturschutzorganisationen. Weiter geht’s vorbei an der Oberen Maxelrainer Alm hinauf in den Taubensteinsattel. Am Taubenstein vorbei queren wir in die Westflanke des Lempersberges und hinüber zur Westschulter der Rotwand zum Kirchsteinsattel (1788 m). Wir haben heute eine sehr gute Fernsicht und bestimmen mit dem „PeakFinder“ namhafte Gipfel in der Runde. Auf Grund der Lawinengefahr verzichten wir auf die Querung des südseitigen Gipfelhanges der Rotwand und steigen direkt zum Rotwandhaus (1737 m) ab. Nach einer Pause geht es auf dem gespurten Güterweg über die Wildfeldalm zurück zur Albert-Link-Hütte, die wir bei einsetzendem Regen am Spätnachmittag wieder erreichen. 

Nach leichten Schneefällen in der Nacht bringen wir am Sonntagmorgen zunächst unser Gepäck zum Auto. Mit Schneeschuhen geht’s dann am westseitigen Seeufer des Spitzingsees entlang, vorbei am Kurvenlift und hinauf zur bewirtschafteten Oberen Firstalm (1377 m). Hier packen wir unsere Schneeschuhe auf den Rucksack. Wir leihen uns Schlitten aus und fahren auf der Forststraße hinunter zum Spitzingsattel. Hier geben wir die Schlitten wieder ab und gehen auf dem geräumten Rundwanderweg des Spitzingsees zurück zum Parkplatz, von wo aus wir am frühen Nachmittag dann die Heimreise mit Zwischenstopp im Bauernmarkt in Dasing antreten.

Verfasser: Friedrich Glaßbrenner

Bilder

Seite 1 von 14

Free business joomla templates