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Jahreshauptversammlung 2018

Dinkelsbühl (zr). Bei der Jahreshauptversammlung des Deutschen Alpenvereins (DAV) Sektion Dinkelsbühl mit seinen über 1100 Mitgliedern freute sich Vorsitzende Brigitte Schmidt über einen voll besetzten kleinen Schrannensaal.

Besonders begrüßte sie den Ehrenvorsitzenden Jens Mayer-Eming und mit Wolfram Heller das am weitesten angereiste Mitglied.

In ihrem Jahresbericht erinnerte die Vorsitzende an den Brand auf der Potsdamer Hütte, die Kündigung des Hüttenwirts und die damit verbundenen anwaltlichen Auseinandersetzungen. Mit dem Ehepaar Thomas und Kerstin Grollmus aus Reutte habe man aber jetzt wieder neue Pächter gefunden, die monatlich 1700 € und zusätzlich 10 % vom Umsatz bezahlen. Außerdem würden durch die Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks fast keine Energiekosten mehr anfallen. Da der von Vodafon installierte Funkmast monatlich 270 € Einnahmen bringe, seien die monatlichen Vereinsausgaben von ca. 2000 € bereits abgedeckt. Somit könnten die Mitgliederbeiträge und die Umsatzbeteiligung für das „Sektionsleben“ verwendet werden. Der Kletterturm habe schwarze Zahlen eingebracht. Bei 800 Kletterern und 50 Kindergeburtstagen seien stattliche Erlöse erzielt worden, die allerdings zweckbestimmt nur dem Turm zugeführt würden.

Eine spürbare Einsparung erfolge durch die ehrenamtliche Gestaltung des Vereinsheftes. Die Arbeit von Conny Schmidt entlaste die Vereinskasse um einen vierstelligen Betrag, wofür die Versammlung reichlich Beifall spendete.

Für die im nächsten Jahr stattfindenden Vorstandswahlen wurden einige personelle Änderungen angekündigt. Brigitte Schmidt forderte die Mitglieder auf, sich einzubringen. Die Möglichkeiten sich zu engagieren seien „so vielfältig wie die Berge“.

Um eine Ehrenamtspauschale zu ermöglichen, wurde eine Satzungsänderung beschlossen. Die Entschädigungen für ehrenamtliche Arbeiten würden als Spende zurückfließen, könnten aber von dem Begünstigten steuerlich geltend gemacht werden. Für den Verein selbst sei die Änderung steuerneutral.

Klärungsbedarf bestand bei der Aufnahme einer Sonderumlage in Höhe eines Jahresbeitrags in die Satzung. Diese wurde zwar für den Fall einer eventuellen Finanzierungslücke bewilligt, müsse aber vor Fälligkeit von der Mitgliederversammlung konkret beschlossen werden. Statt genau fünf können künftig weitere Beisitzer gewählt werden.

Ferner stimmten die Mitglieder dafür, den Hüttenwart in den geschäftsführenden Vorstand mit aufzunehmen. Ein Antrag auf Änderung des Titels „Vorsitzender“ der Ortsgruppe Crailsheim wurde vertagt. Darüber wolle die Vorstandschaft beraten.

Björn Handschuh listete detailliert die Einnahmen und Ausgaben auf. Dabei konnte der Schatzmeister sowohl auf deutscher als auch auf österreichischer Seite einen Überschuss konstatieren.

Den Bericht der verhinderten Kassenprüfer verlas Jens Mayer-Eming. Da keinerlei Beanstandungen vorlagen, wurde die einstimmige Entlastung erteilt.

Da die Potsdamer Hütte geschlossen war, entfielen die Berichte des Wegereferenten und der Referentin für Umweltschutz. Ute Abelein ließ die Aktivitäten der Ortsgruppe Crailsheim Revue passieren. Vorträge zum Thema „Wohnmobil“ sowie gemütliche Zusammenkünfte beim Volksfest und bei Wanderungen seien gut besucht gewesen. Die Skigymnastik finde großen Anklang und „30 Jahre Skiausfahrt“ sei ein Höhepunkt im Jahresprogramm gewesen.

Zweiter Vorsitzender Johannes Rauschnabel freute sich darüber, dass künftig wieder Jugendleiter zur Verfügung stehen. Dann würden auch Veranstaltungen für die Trendsportart Mountainbiking und ein Kurs „Erste Hilfe im Gebirge“ angeboten. Zwei Skiausfahrten mit über 40 Teilnehmern seien zu registrieren gewesen.

Thomas Görgler stellte das Angebot der Familiengruppe vor. Monatlich habe eine Tour stattgefunden und zweimal im Jahr eine Skiausfahrt. Die Aktivitäten wie zum Beispiel eine Radtour ins Ries sollen weitergeführt werden.

Als Ausbildungsreferent erläuterte Rauschnabel, dass zwei neue Kletterbetreuer gefunden worden seien. Auch die Ausbildung zum Wanderleiter sei initiiert. Eine Lücke bestehe im Bereich Bergsteigen, d. h. es gebe derzeit keinen Hochtourenführer.

Ausführlich berichtet Hüttenwart Holger Göttler über den Planungsstand. Ein bereits bestehender Schuppen solle nachträglich genehmigt werden. Für einen funktionierenden Wirtschaftsbetrieb seien Toiletten und Duschen auch für das Personal erforderlich und würden im Keller eingebaut. Warmwasser werde aufgrund der Wasserkraftanlage zur Verfügung stehen. Um die Hütte betriebssicher zu erhalten, sei bereits eine Wasserleitung mit Begleitheizung eingerichtet worden.

Im Eingangsbereich werde ein offener Türbogen geschlossen, ein Trockenraum für Jacken und Schuhe sowie ein Abstellraum zur Verbesserung der Küchenarbeiten sollen geschaffen werden. Der WC-Bereich werde erneuert, die Treppe verbreitert und eine Terrasse angebaut. Dadurch könne das Tagesgastaufkommen erhöht und der Ertrag gesteigert werden. Im Obergeschoss sei ein Fluchtbalkon vor dem Matratzenlager vorgesehen, damit in einem Brandfall die innere Treppe nicht genutzt werden müsse. Das Erscheinungsbild der Potsdamer Hütte bleibe aber im Wesentlichen erhalten, so Göttler.

Die Wasserkraftanlage solle als Bauwerk unauffällig in die Landschaft eingebunden sein. Der Wiedereinbau der Küche müsse bereits im Tal so vorbereitet werden, dass die Endmontage erfolgen könne. Alle anderen Arbeiten sollen während des laufenden Betriebs durchgeführt werden. Man erwarte durch die gute Lage zu Innsbruck zahlreiche Tagesgäste.

Die Kosten bezifferte Göttler auf 500.000 € für die Wasserkraftanlage, auf ca. 150.000 € brandbedingten und durch die Versicherung gedeckten Schaden sowie auf ca. 200.000 € für die baulichen Maßnahmen an der Hütte. Der DAV traue der Sektion den Kraftakt von 850.000 € zu. „Wir schaffen das!“, meinte Göttler abschließend.

Schatzmeister Handschuh ergänzte, dass die Finanzierung durch je ein Darlehen beim Hauptverein und bei einem örtlichen Geldinstitut gesichert sei.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Ute Pietruska-Weidenbacher, Wolfgang Handrich, Martin Peter, Rita Peter, Matthias Wenng, Rolf Schäfer, Margo Jungwirth,  Annika Hahnle, Herbert Knott, Siegfried Mack, Eva Kiesel, Hans Weidenbacher, Gerd Kurfiss und Frauke Schulz.

Seit 40 Jahren dabei sind Wolfgang Pietsch, Rudolf Scholz, Helga Pietsch, Julia Metzendorff, Horst Wieland, Lore Wieland und Werner Kahler. Für ein halbes Jahrhundert Treue zum DAV wurde Klaus Rattelmüller besonders hervorgehoben.

Die Versammlung schloss mit herrlichen Landschaftsaufnahmen, kommentiert vom zweiten Vorsitzenden Rauschnabel und mit dem auffordernden Appell der Vorsitzenden Brigitte Schmidt: „Besucht unser Wohnzimmer in den Bergen!“

                                                                                                                                              Fritz Zinnecker

Foto (Zinnecker): Für langjährige Mitgliedschaft beim DAV wurden geehrt: v. l. Gerd Kurfiss (25 J.), Klaus Rattelmüller (50 J.), Herbert Knott (25 J.), Helga Pietsch (40 J.) und Wolfgang Pietsch (40 J.)

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